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Rückblick auf 3 Jahre HoppeBlog

Blogged in Allgemeines von Lüder Hoppe Sonntag Januar 3, 2010

Wie in jedem Jahr, so beginnt auch das diesige mit einem Rückblick: das HoppeBlog hat nun sein drittes Jahr vollendet, es geht ins Vierte!

110 Artikel, 107 genehmigte Kommentare und 84.361 Kommentare, die vom Spamfilter abgefangen wurden.  Dabei war das HoppeBlog für mich stets nicht mehr als ein wenig Beiwerk. Tatsächlich geht es mir als Landschaftsarchitekten ja um Projekte. Und auch da hatte das Jahr 2009 für mein kleines Büro eine Menge zu bieten: Die Objektplanung der Freianlagen der neuen Eissporthalle in Bremerhaven, die Außenanlagen des Nordsee-Druckzentrums waren als “große” Projekte sicherlich für das Jahr prägend. Doch die Menge der “mal eben” erstellten Gutachten und Studien hatte ein deutlich größeres Gewicht: 5 Machbarkeitsstudien für Sportstättenim Verbund mit dem wöchentlichen Baumgutachten sind eben nicht so eben nebenher zu erstellen.  Und dazu ein tolles Projekt für das Jahr 2010 – ich werde berichten!

Was mich nun dazu bringt, auch über die weniger schönen Dinge des letzten Jahres zu resümmieren:  als ich hier in Bremerhaven bei +5°C losgefahren bin, um dann inmitten der Lüneburger Heide auf einen tief verschneiten Sportpolatz zu kommen, war ich nicht darauf vorbereitet, dass dieser auch noch mindestens 20 cm tief gefroren war. Ohne Handschuhe und ohne Mütze habe ich aber tapfer alle Kraft in den Spaten geworfen, um brauchbare Bodenprofile zu erschließen. War kein Spaß, vor allem nicht, als mein Auto auf der Rückfahrt wegen einer lecken Dichtung nicht mehr so fein fahren wollte.  Aber was soll`s, bin heil zu Hause angekommen, und erst einen Tag vor Heilig Abend kam der nächste größere Defekt: nicht am Auto, dafür ist die ISDN Anlage nachhaltig ausgefallen.

Doch der Rückblick soll nicht negativ enden, vielmehr habe ich mir den eigentlichen Highlight des Jahres 2009 aufgespart: Sportplatzplanung in der Mongolei! Ich hoffe, es geht dieses Jahr positiv voran mit dem Projekt. So grüße ich dann mit angestrengtem Blicke, denn der Dschingis Khan sitzt mir im Nacken! Ein Frohes Neus Jahr 2010, ich wünsche allen Lesern viel Erfolg im Geschäftsleben!

L. Hoppe in der Mongolei!

Landeshaushalt Niedesachsen 2010: Sportförderung bleibt konstant

Blogged in Sportplatzbau von Lüder Hoppe Freitag Dezember 18, 2009

Die Sportförderung 2010 bleibt in Niedersachsen auf dem Niveau des Jahres 2009 erhalten. Der niedersächsische Landtag hat im Rahmen seines Beschlusses für den Landeshaushalt 2010 im Dezember auch die Sportfördermittel von rund 27,2 Mio. Euro bestätigt. „Angesichts der Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auch für das Land Niedersachsen freuen wir uns über diese Konstanz in der Sportförderung“, sagte der Präsident des LandesSportBundes (LSB) Niedersachsen Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach.

Auf Initiative des LSB hat der Landtag weitere zukunftsweisende Entscheidungen für den Sport getroffen: Der Aktionsplan „Lernen braucht Bewegung – Niedersachsen setzt Akzente“ soll bis 2014 fortgeführt werden. Von 2011 an stehen wie in der aktuellen Förderperiode, die Ende 2010 ausläuft, pro Jahr 500 000 Euro bereit. Der LSB verwaltet rund zwei Drittel dieser Mittel. „Wir freuen uns über diese Wertschätzung für unser Engagement“, sagte Dr. Umbach.

Auch für den Erhalt und den Ausbau des Spitzensportstandortes Niedersachsen hat der Landtag einen wichtigen Beschluss gefasst: Zur Absicherung zusätzlicher Trainerstellen für den Nachwuchsbereich stehen in den Jahren 2010 und 2011 jeweils 500 000 Euro bereit. „Die Erweiterung des Sportinternates erfordert den Ausbau unserer Trainerstruktur zur Förderung unserer jungen Talente“, erläutert Dr. Umbach. „Wir sehen in dieser Entscheidung auch eine Bestätigung für unsere Initiative, das Sportinternat zu erweitern, um dem Leistungssport nachhaltige Impulse zu geben.“ Gleichzeitig erklärte Dr. Umbach, dass die Mittel für zusätzliche Trainer auch nach 2011 langfristig zur Verfügung stehen müssten.

DEUTSCHER KINDERPREIS 2009 ausgeschrieben

Blogged in Sportplatzbau von Lüder Hoppe Freitag Dezember 11, 2009

Wo gibt es vorbildhafte Projekte für Kinder? Das Kinderhilfswerk World Vision schreibt bereits zum dritten Mal den Deutschen Kinderpreis aus. Mitmachen können Kinder und Jugendliche, Aktionsgruppen, Vereine, Kommunen, Nachwuchsunternehmen, Schulen und Kindergärten. Gesucht werden Beispiele, die Kinder in ihrer Entwicklung fördern, die Werte vermitteln und die Andere zum Nachahmen anregen: ob Initiativen, die Kinder mit besonderen Aktionen für das Lesen, Musizieren und Theaterspielen begeistern, oder Jugendliche, die sich ehrenamtlich für Kinder in armen Ländern einsetzen oder auch Kinder und Jugendliche, die neue Geschäftsideen entwickelt haben. In den Vorjahren wurde Projekte aus Hannover, Lotte, Nordhorn, Wittmund und Drage an der Elbe ausgezeichnet.
Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2010. Bewerbungsunterlagen und ausführliche Informationen zu den Kategorien gibt es unter www.deutscherkinderpreis.de

CDU Niedersachsen lädt zum Sportkongress 2009 am 13. November

Blogged in Sportplatzbau von Lüder Hoppe Freitag November 6, 2009

Die CDU Niedersachsen lädt am 13. November zum Sportkongress 2009 nach Barsinghausen ein. Ab 16 Uhr sind zunächst vier Foren zu den Themen Integration und Sport, Ehrenamts- und Sportförderung, Behindertensport sowie Kinder- und Jugendsport geplant.

Neben LSB-Geschäftsführer Norbert Engelhardt werden u.a. auch der Geschäftsführer des Regionssportbundes Hannover Roland Freitag, der BSN-Präsident Karl Finke, NTB-Vizepräsident Lutz Alefsen und der Leiter des Instituts für Sportmedizin Prof. Dr. Uwe Tegtbur referieren. Geplant ist auch eine Rede von Sportminister Uwe Schünemann.
In Vertretung des verhinderten DOSB-Präsidenten Dr. Bach wird LSB-Direktor Reinhard Rawe eine Kurzansprache an die Teilnehmenden halten. Interessierte können sich noch anmelden bei Signe Stiewe, Email: stiewe@cdu-niedersachsen.de

Bericht: FSB Fachmesse in Köln 2009

Blogged in Sportplatzbau von Lüder Hoppe Dienstag November 3, 2009

Diese Fachmesse hat in der Welt des Sportplatzbaus ihren festen Platz – Hersteller aus ganz Europa und Asien waren hier vertreten, es ist weit mehr als eine Leistungsshow der hiesigen Hersteller. So ergab sich ein buntes Treiben mit wildem Sprachgewirr, teilweise hatte ich den Eindruck mehr Englisch als Deutsch gesprochen zu haben. Neben den bekannten Gesichtern der Branche tauchte auch so manche Sportgröße auf, um einzelnen Produkten zu mehr Glanz zu verhelfen.

Was gab es neues, welche Trends sind erkennbar?

Während bei der letzten FSB Kunststoffböden und Kunstrasen gleichwertig die Stände überzogen, dominierte in diesem Jahr der Kunstrasen. Bei den hochpreisigen Produkten steigt die Dichte der Kunstfasern, eine Vermischung von geraden und gekräuselten Fasern führt dazu, dass das Granulat auch von oben kaum noch wahrzunehmen ist. Nicht wirklich neu, aber in der Ausführung immer überzeugender. Bei der Präsenstation am Messestand rücken auch die Qualtiäten der Produkte immer näher zusammen, Marktführer und “Nachmacher” sind schwer voneinander zu unterscheiden, ohne die differenzierte Auswertung technischer Untersuchungen sind nur diffizile Differenzen zwischen den verschiedenen Herstellern auszumachen.

Weiterhin als Trend klar auszumachen: Kunstrasen als pflegearmer Belag für den Vorgarten, unter Vernachlässigung der extremen Belastungsfähigkeit der “Sportfasern” haben die Hersteller hier einige verblüffend echt aussehende Systeme im Angebot.

Bei den Granulaten zur Verfüllung der Kunstrasensysteme war der ehemalige Primus “EPDM” nur noch selten anzutreffen. Hier wurde TPE als hochklassiges System in den Vordergrund gestellt und als “Butter und Brot”-Verfüllung das Recycling-Granulat “SBR” in unterschiedlichen Qualitäten in Szene gesetzt. Verfärbungen von Schuhen, Ball und Pfosten sollen durch das Ausfiltern der Feinbestandteile der Vergangenheit angehören.  Ich bin gespannt, ob sich das bewahrheitet.

Nebenher gab es in der Nachbarhalle auch Produkte aus der Eisbahn- und Bäderwelt zu sehen. Beeindruckendes Higlight für mich: ein Laufband für Schlittschuhläufer inklusive Sturzsicherung.

Impession von der FSB 2009 in Köln

Impession von der FSB 2009 in Köln

Alles in allem: es war bunt und laut, es gab viele Eindrücke, interessante Gespräche. Der Tag hat sich gelohnt.

Fußball Kunstrasen: nach dem Sieg kaum noch eine Erwähnung wert

Blogged in Sportplatzbau von Lüder Hoppe Dienstag Oktober 13, 2009

Nachdem das Presseecho des WM Qualifikationsspiels gegen Russland nun verhallt ist, zeigt sich die Wahrheit meiner Prognose – siegt der Gast, dann spielt der Kunstrasen keine Rolle mehr. Einerseits freut es mich ja, dass die National-Elf sich nun so glatt für die WM qualifiziert hat – auf der anderen Seite hätte es aber vermutlich eine Fortsetzung der Debatte Kunstrasen vs. Naturrasen auf Profilevel gegeben.

Eigenartig ist das ja schon – im Amateurfußball hat sich längst herumgesprochen, dass es einfach Spaß macht auf Kunstrasen zu spielen. In vielen Sportarten wird das neueste “Material” zu allererst bei den Profis eingesetzt. Fußball ist da irgendwie anders – die überlaufenen Vereine im Stadtrandbereich kratzen jeden müden Euro zusammen und kämpfen um Zuschüsse um sich einen Kunstrasen hinter das Vereinsheim zu setzen, der es endlich möglich macht, auch dann weiterzuspielen wenn der Naturrasen schon lange “runter” ist. Und die Profis nörgeln. Aber auch bei denen wird es einen Generationswechsel geben, auch dort werden bald junge Spieler eingesetzt, die nicht mehr mit Vorurteilen im Kopf herumlaufen, sondern ganz realistisch Vor- und Nachteile des Kunstrasens abwägen.

Was sich in diesem Spiel weniger bewahrheitet hat, war die Förderung von technisch anspruchsvollem Spiel. Aber hier geht es nicht um einen grundsätzlich anderen Fußball, hier geht es um Nuancen in der Spielweise. Der Pass kommt auf Kunstrasen dort an, wo er hingespielt wurde, der Ball verspringt nicht durch Platzfehler. So kam auch das 1:0 durch einen gut einstudierten Spielzug zu Stande. Und das es darüberhinaus hart zur Sache ging, das oblag auch der Dynamik des Spiels, denn Fußball spielt nicht der (Kunst-)Rasen, sondern die Spieler.

Fußball auf Kunstrasen: was ist anders?

Blogged in Sportplatzbau von Lüder Hoppe Mittwoch Oktober 7, 2009

Immer wenn ein wichtiges Spiel auf Kunstrasen ansteht, gerät dieses Thema in die Schlagzeilen. Die unwiderlegbaren Vorteile des Kunstrasens (weitgehend wetterunabhängige Bespielbarkeit, hohe Belastbarkeit, günstige Kosten bei hohem Spielaufkommen) geraten in den Hintergrund und es zählt nur noch eine Frage:

Kunstrasen mit Granulatfüllung

Ist es für die Heimmannschaft von Vorteil auf Kunstrasen zu spielen?

Die Antwort ist einfach: gewinnt der Gastgeber, ist der Kunstrasen wichtig, gewinnt der Gast, dann spielt der Rasen keine Rolle!

So sieht es in der fußballerischen Medienlandschaft aus, zumindest *damals* als der FC Bayern gegen Spartak Moskau spielte war es so. Aber wie sieht es nun ganz objektiv mit dem Kunstrasen aus? Eins vorweg: den einheitlichen Kunstrasen gibt es zunächst nicht, viele unterschiedliche Hersteller führen eine Vielfalt von Systemen auf. Von 3 Generationen ist die Rede, gekräuselte Halme, gerade Halme, unterschiedliche Verfüllungen und elastische Tragschichten führen schnell zu einer gewissen Verwirrung.

Für die hochklassigen Spiele aber gilt: der Kunstrasen ist von der FIFA zertifiziert und erfüllt diverse Kriterien, die ein naturrasennahes Spiel erzwingen. Spielerisch stehen allein 2 Fragen im Vordergrund: wie ist das Ballrollverhalten, und wie springt der Ball?

1. Das Ballrollverhalten wird einerseits durch die Steifheit der Kunsthalme bestimmt, die ihn in etwa so stark abbremsen wie ein Naturrasen. Natürlich gibt es unterschiedliche Kunstrasensysteme, einige bremsen den Ball genauso wie Naturrasen, andere  haben weniger hochstehende Fasern – der Ball bremst sich weniger ab und rollt weiter.

2. Das Ballsprungverhalten ergibt sich aus dem Gesamtaufbau des Platzes. “Vertikale Falldämpfung” und “Trampolineffekt” sind messbar und  werden dem Naturrasen nachempfunden.

Für diese Kriterien ist festzustellen, dass sie beide innerhalb des Spektrums liegen, dass auch auf Naturrasen messbar ist. Während aber der Naturrasen nie ganz gleichmäßig ist (unterschiedlicher Wuchs durch Schatten in Stadien, Trittschäden aus vorangegangenen Spielen), punktet der Kunstrasen durch seine berechenbare Gleichmäßigkeit. Und diese bleibt auch bestehen, wenn sich ein Naturrasen im Regen schon in einen feuchten Acker verwandelt hat. Dies spiegelt sich übrigens auch in den Verletzungsstatistiken wieder: Während auf Kunstrasen Ermüdungsverletzungen etwas stärker in Erscheinung treten, sind auf Naturrasen tendenziell stärkere Verletzungen in der Statistik verzeichnet. Diese werden oft im Zweikampf “errungen”, der eben dann schnell einsetzt, wenn der Rasen ein technisch anspruchsvolles Spiel erschwert (vgl. Fußball: Verletzungsrisiko Kunstrasen?).

Objektiv ist daher festzustellen, dass Kunstrasen tendenziell ein technisch anspruchsvolles Spiel fördert, Schlammschlachten gehören auf ihm der Vergangenheit an.

Bleibt der subjektive Faktor – und der differiert nicht nur von Spieler zu Spieler, vielmehr können sich hier auch eklatante Unterschiede von “vor dem Spiel” zu “nach dem Spiel” ergeben.

Auch wenn der eher konservative Fußballsport den Kunstrasen sehr kritisch betrachtet – zukünftig ist mit einer Zunahme der Kunstrasenplätze zu rechnen, und dies gilt besonders für die großen Stadien. Kunstrasen leidet nicht unter der Verschattung. Kunstrasen ermöglicht Doppelnutzungen durch seine hohe Belastbarkeit (Schutzschicht aufschütten, dann Supercross, Eishockey, Stock-Car …etc.). Moskau und Salzburg  nehmen hier eine Vorreiterrolle ein und stehen damit natürlich auch in der Kritik derer, die jede Neuerung mit Kritik empfangen. Doch die Wahrheit liegt auf dem Platz – ob Kunstrasen sich dauerhaft durchsetzen wird ist derzeit nicht sicher, wenngleich ich es als sehr wahrscheinlich ansehe, dass es irgendwann so weit sein wird, dass die Naturrasenplätze auch im Profisport selten werden. So, wie es auch beim Tennis geschehen ist. Oder beim Handball. Oder beim Hockey.

Eishockey auf Kunstrasen

Kastanienkrankheit / Kastanienminiermotte – Infos überarbeitet

Blogged in Baumwelt von Lüder Hoppe Montag Oktober 5, 2009

Kastanienkrankheit PseudomonasWenn man einerseits einen Blog unterhält, andererseits aber auch eine statische Website pflegt, dann gibt es Inhalte, die sowohl hier als auch da untergebracht werden können. Ich unterscheide normalerweise zwischen eher vergänglichen Informationen die ins Blog gehören und einem dauerhaften Infromationsangebot auf der statischen Website. Doch so statisch ist die dann auch nicht, denn ab und zu wird auch dort gehegt, gepflegt, bewässert und beschnitten.

Heute war der Artikel zur Kastanienkrankheit dran, so hatte ich den Befall durch die Kastanienminiermotte mal benannt – nicht weil es so korrekt wäre, sondern vielmehr weil viele Menschen eine Krankheit vermuten und so dann doch zum Ziel finden.

In den letzten Jahren hat sich nun aber auch hier in Bremerhaven die “echte” Kastanienkrankheit verbreitet. Der Befall der Bäume durch das Pseudomonas Bakterium. Mehr Infos dazu gibt es hier.

3. Servicetag Sport 2009 am 09.Oktober in Stuttgart

Blogged in Sportplatzbau von Lüder Hoppe Montag September 14, 2009

Der Würtembergische Landessportbund lädt am 09. Oktober zu seinem 3. Servicetag Sport ein. In 19 Vorträgen können Besucher ein breites Spektrum an Referaten besuchen, allerdings finden immer mehrere (meist 4) Vorträge zur gleichen Zeit statt, so dass es schnell zur Qual der Wahl kommen wird. Dabei ist die Themenvielfalt immens – vom klassischen Sportplatzbau über die im Konjunkturprogramm I geförderte energetische Gebäudesanierung geht es bis in den Versicherungskomplex. Allein dem Referenten für günstige Druckerzeugnisse prophezeie ich ein überschaubares Publikum, allerdings kann ich da auch falsch liegen.

Programm und Anmeldung gibt es hier

IAKS Praxisworkshop „Finanzierungswege für nachhaltigen Sportstättenbau“, 30.09.2009, Lichtenstein (Sachsen)

Blogged in Sportplatzbau von Lüder Hoppe Freitag September 11, 2009

Der Workshop gibt einen praxisnahen Überblick über Förderungsmöglichkeiten, Finanzierung und Umsetzung von Fördermitteln im Sportstättenbau sowie über den nachhaltigen Betrieb von Sportinfrastruktur und richtet sich an Entscheidungsträger und Mitarbeiter aus kommunalen Sportämtern und –betrieben, Liegenschaftsämtern sowie Bauämtern. Angesprochen werden zudem Architekten, Ingenieure, Vorstände und Verantwortliche aus Groß-Sportvereinen sowie Mitarbeiter aus Unternehmen der Sportstättenbau-Industrie.

Programm und Anmeldeformular

WEB 2.0 für den Galabau

Blogged in Allgemeines von Lüder Hoppe Freitag September 4, 2009

Das der Einsatz des Internet für die tägliche Arbeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, hat sich langsam herumgesprochen. Das unsere „Grüne Branche“ hier ein wenig hinter dem Zeitgeist hinterherläuft, ist vielen Insidern ebenfalls bewusst.
Andre Stieglitz hat sich im Rahmen seiner Abschlussarbeit zum Techniker im Galabau intensiv mit dem Aspekt „Möglichkeiten der Nutzung des WEB 2.0 für den Galabau“ auseinandergesetzt. Auch wenn es thematisch nicht zu 100% in diesen Blog passt – seine Arbeit ist dennoch für viele vom Fach sehr interessant und gibt den gegenwärtigen Stand der Dinge gut wieder.
André Stieglitz hat mir erlaubt, seine Arbeit hier zum Download anzubieten und wünscht sich viele Kommentare.

Hier nun der Erste:
persönlich fehlt mir ein Abschnitt über die Nutzung von Google Earth, vermutlich hätte dies aber den Rahmen der Arbeit gesprengt.
Gerne hätte ich auch noch einen Ausblick auf die möglichen Potentiale des Web 2.0 für unsere Branche gelesen, das wäre richtig spannend geworden.

Symposium Internationale Landschaftsarchitektur 2009, Bad Zwischenahn

Blogged in Allgemeines von Lüder Hoppe Dienstag September 1, 2009

Die Baumschule Bruns ist in der gesamten Branche ein fester Begriff. Das liegt nicht nur am überdurchschnittlich guten Baumschulkatalog, dessen Preise als bundesweite Referenz betrachtet werden. Es liegt auch daran, dass Bruns sich immer wieder darum bemüht, bei seinen Kunden im Gespräch zu bleiben. So fand am 28./29.08.2009 das „Symposium Internationale Landschaftsarchitektur“ zum zweitem Mal statt.
Die Referentenliste war so prominent, wie es derzeit in der Landschaftsarchitektur kaum zu überbieten ist. Gleich zu Beginn setzte Christopher Bradley-Hole mit der Vorstellung seiner minimalistischen Gartengestaltung die Messlatte in nahezu unerreichbare Höhe. Mit entschiedener Konsequenz zeigte er, wie Gestaltungsprinzipien vom kleinsten Detail bis zur Gesamtplanung duchgezogen werden, und so Freiräume entstehen, die in ihrer Art unverwechselbar sind. Ich bin sehr gespannt darauf, einen Bradley-Hole Garten „live“ zu sehen.
Thierry Huau (Paris) stellte sein Projekt „Terra Botanica“ vor, verbarg in der Struktur seines Vortrags aber so manchen Zusammenhang. Neugier erzeugte er aber auf jeden Fall, im nächsten Jahr diesen botanischen Erlebnisgarten in Angers (Frankreich) zu besuchen. Zumindest bin fest davon überzeugt, nicht das letzte mal von diesem Projekt gehört zu haben.
Ulf Nordfjell schloss sich an und stellte mit einer Vielzahl von Projekten seine „organisierte Natur“ vor. Einerseits verband ihn der minimalistische Ansatz mit Christopher Bradley-Hole, andererseits konnte er sich von dem Briten aber durch eine „wildere“ Pflanzenverwendung distanzieren. Er setzt darauf, die Ordnung des minimalistischen Gartens durch „naughty Elements“ erst richtig spannend zu machen.
Ulf Nordfjell und Lüder Hoppe (Foto: Heike Hoppe)
Der Münchner Prof. Rainer Schmidt stellte im Anschluss seine Großprojekte zwischen Shanghai und Amman vor. Die Grenzen von der Landschaftsplanung zum Städtebau ließ er dabei fluffig hinter sich und stellte Planungen in Maßstäben vor, die für den normalen „Feld-Wald-Wiesen-Architekten“ undenkbar sind.
Ilya Mochalov zeigte einige seiner Arbeiten sowie Arbeiten seiner Moskauer Kollegen. Und diese arbeiten nicht selten für Menschen, die in Russland innerhalb kürzester Zeit extrem viel Geld verdient haben. Wie vielfältig die Wunschlisten einer Generation sind, die im Plattenbau des Realsozialismus groß geworden sind und nun praktisch unbegrenzt bauen können, war der eigentliche Inhalt dieses Vortrags. Auch wenn einige Projekte für das Fachpublikum geradezu grotesk wirkten – die Unvoreingenommenheit mit der rund um Moskau (Groß-)Gartenprojekte entstehen, wird diese Region für uns Landschaftsarchitekten noch sehr interessant werden lassen.
Im Anschluss an das Abendessen brannte der Kalifornier Paul Comstock ein Feuerwerk von Fotos ab, die mit seinen Projekten oft nur die Philosophie gemein hatten. Der „Disney-Planer“ verdeutlichte immer wieder, wie er mit sorgfältig ausgesuchten Pflanzen ganze Landschaften „erzählen“ kann.
Einziger Wermutstropfen war für mich „meine“ BDLA Präsidentin, die als Moderatorin der Veranstaltung der Versuchung erlag, die Vorträge in kleinen Co-Referaten zu bewerten und dabei ihre persönliche Meinung nicht transparent von der Moderation trennte.
Alles in allem war es aber ein sehr gelungener Tag, eine Veranstaltung die meinen Horizont im wahrsten Sinne des Wortes erweitert hat und noch dazu mit einem sehr leckeren Grau-Burgunder ausklang.

Die Grundlage des Erfolgs: 100m in 9,58 Sekunden!

Blogged in Sportplatzbau von Lüder Hoppe Freitag August 21, 2009

Ursain Bolts Weltrekorde über 100m und 200m sind in aller Munde, sein Laufstil wird bewundert, die allgegenwärtigen Dopingvermuter verhalten sich auffallend ruhig. Talent, Training, innere Einstellung, dann und wann werden sogar die spezielle für ihn angefertigten Schuhe als Leistungsgrundlage angesehen. Kaum ein Journalist schaut sich aber die 100m genauer an: Ursain Bolt ist seine Rekorde auf einem blau eingefärbten Regupol Compact Belag der Firma BSW gelaufen. Dieser Belag hat weniger als 40% Kraftabbau, mindestens 36% fordern die Regularien – tendenziell ist dieser Belag eher als „weich“ einzustufen.

In Läuferkreisen gilt ja die Daumenformel, je härter der Belag, desto schneller die Zeiten. Studien der Sporthochschule Köln wiederlegen diese Mär, tatsächlich passt sich der Bewegungsapparat spontan dem Untergrund an, abweichende Zeiten von „weichen“ zu „harten“ Bahnen sind innerhalb der normierten Parameter nicht festzustellen. Doch der Kraftabbau ist nur die Hälfte der Messung, die Kraftrückgewinnung durch den „Trampolineffekt“ würde die Betrachtung komplettieren. Doch der Vorgang des Laufens ist so komplex, die Vielzahl der Parameter so groß, dass es kaum möglich ist, hier nach einer einfachen Ursache-Wirkungs-Mechanik zu suchen.

Laufbahn im Berliner OlympiastadionOder ist es die blaue Farbe, die den Läufern schnelle Beine beschert? Der Farbpsychologe Prof. Harald Braem vermutet: „Das schöne Blau im Berliner Olympiastadion verleiht Flügel. Blau ist eine fließende Farbe. Auf einer blauen Bahn können die Athleten viel befreiter laufen.“ Er vergleicht den Effekt mit den blauen Straßenschildern an den Autobahnen. Warnsignale, die zur Vorsicht mahnen, sind dagegen in Rot gehalten, der traditionellen Farbe von Leichtathletikbahnen – und von Stoppschildern. Ja, die Psychologie hat schon lange Einzug in den Sport gehalten, wenngleich das Blau der Laufbahn ursprünglich den Rahmen für die Fußballspiele der blau-weißen Herta bilden sollte. So folgt dann die Entwicklung schneller Laufbahnen bei aller technischen Raffinesse den Prinzipen der Evolution – der überlegene Belag wird vermehrt gebaut.

Integrationspreis neu ausgeschrieben

Blogged in Sportplatzbau von Lüder Hoppe Freitag August 14, 2009

Neuausschreibung des bundesweiten Wettbewerbes „Teilhabe und Integration von Migrantinnen und Migranten durch bürgerschaftliches Engagement“: Mit der 5. Auflage dieses Wettbewerbes will die Stiftung Bürger für Bürger die Teilhabe und Integration von Migrantinnen und Migranten durch bürgerschaftliches Engagement fördern. In der bisherigen Praxis der Integrationsarbeit sind Migranten oft nur Objekte sozialer Arbeit und bürgerschaftlichen Engagements. Es kommt noch zu selten vor, dass Migranten selbstverständlich in gemeinnützigen Organisationen der Mehrheitsgesellschaft neben Einheimischen und Migranten aus anderen Ländern und Kulturen ehrenamtlich mitwirken. Mit dem bundesweiten Praxis- und Ideenwettbewerb soll auf eine weitere positive Veränderung dieser Situation hingewirkt werden.

Vorbildhafte Praxis und realisierbare innovative Ideen sollen mit dem Wettbewerb identifiziert, anerkannt bzw. ausgezeichnet und zur Nachahmung oder erstmaligen Realisierung angeregt werden. Formlose Bewerbungen mit weiteren Infos wie Projektbeschreibung, Pressebeiträgen, DVDs / Filmen, Publikationen und Internetverweisen sind zu richten an die Stiftung Bürger für Bürger, Herrn Bernhard Schulz, Friedrichstr. 94, 10117 Berlin, E-Mail: info@buerger-fuer-buerger.de, Tel. 030 / 24 31 49-0. Der Wettbewerb wird unterstützt von der DFB-Stiftung Egidius Braun.

Ergänzung oder Konflikt: Schulsport vs. Vereinssport!

Blogged in Sportplatzbau von Lüder Hoppe Freitag Juli 17, 2009

„Der LandesSportBund Niedersachsen und die Sportjugend Niedersachsen setzen sich dafür ein, landesweit ein gelingendes Miteinander von Ganztagsschulen und Sportvereinen zu ermöglichen. Denn der organisierte Sport ist für die Schulen ein wichtiger Bildungsanbieter. Die Angebote der Sportvereine haben Bildungsqualität, weil sie von qualifizierten Übungsleitern und Trainern durchgeführt werden und müssen daher adäquat bezahlt werden.“ Mit Sorge reagiert der Präsident des LandesSportBundes Niedersachsen, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, deshalb auf Berichte aus der Region Hannover, dass Schulträger die Preiskalkulation eines Vereines für sein Betreuungsangebot nicht akzeptiert hätten. „Wir tragen das niedersächsische Modell der Ganztagsschule mit, verstehen uns aber als gleichberechtigter Bildungsanbieter“, betonte Dr. Umbach.

Der LandesSportBund wisse aber um die aktuell schwierige Finanzausstattung vieler Ganztagsschulen. Dr. Umbach ruft die Landesregierung deshalb auf, die Ganztagschulen finanziell so auszustatten, dass die Nachmittagsbetreuung angemessen finanziert werden könne. „Der Einsatz von Vereinsmitarbeiterinnen und Vereinsmitarbeitern darf nicht aus den Mitgliedsbeiträgen der Sportvereine subventioniert werden.“

Der LandesSportBund Niedersachsen und die Sportjugend Niedersachsen sehen es als eine ihrer großen Zukunftsaufgaben an, Sport und Bewegung in die Ganztagsschulen als Ergänzung zum verpflichtenden Schulsport hineinzutragen.
“Wir haben deshalb eine hauptberufliche Koordinierungsstelle in unserer Geschäftsstelle  ausgeschrieben und werden ab 2010 spezielle Fortbildungsangebote machen, damit Interessierte die besonderen Anforderungen an außerunterrichtliche Sportangebote in Schulen noch besser wahrnehmen können. „Die Fachausbildungen in der Sportorganisation für Übungsleiter und Trainer sind bereits ausgezeichnet. Wir wollen Interessierte nun zusätzlich qualifizieren, damit sie z.B. mit den Abläufen in Schulen vertraut sind und sich pädagogisch noch besser auf die besonderen Belange von Schülerinnen und Schüler einlassen können“, erläutert LSB-Direktor Reinhard Rawe.

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