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Symposium Internationale Landschaftsarchitektur 2009, Bad Zwischenahn

Blogged in Allgemeines by Lüder Hoppe Dienstag September 1, 2009

Die Baumschule Bruns ist in der gesamten Branche ein fester Begriff. Das liegt nicht nur am überdurchschnittlich guten Baumschulkatalog, dessen Preise als bundesweite Referenz betrachtet werden. Es liegt auch daran, dass Bruns sich immer wieder darum bemüht, bei seinen Kunden im Gespräch zu bleiben. So fand am 28./29.08.2009 das „Symposium Internationale Landschaftsarchitektur“ zum zweitem Mal statt.
Die Referentenliste war so prominent, wie es derzeit in der Landschaftsarchitektur kaum zu überbieten ist. Gleich zu Beginn setzte Christopher Bradley-Hole mit der Vorstellung seiner minimalistischen Gartengestaltung die Messlatte in nahezu unerreichbare Höhe. Mit entschiedener Konsequenz zeigte er, wie Gestaltungsprinzipien vom kleinsten Detail bis zur Gesamtplanung duchgezogen werden, und so Freiräume entstehen, die in ihrer Art unverwechselbar sind. Ich bin sehr gespannt darauf, einen Bradley-Hole Garten „live“ zu sehen.
Thierry Huau (Paris) stellte sein Projekt „Terra Botanica“ vor, verbarg in der Struktur seines Vortrags aber so manchen Zusammenhang. Neugier erzeugte er aber auf jeden Fall, im nächsten Jahr diesen botanischen Erlebnisgarten in Angers (Frankreich) zu besuchen. Zumindest bin fest davon überzeugt, nicht das letzte mal von diesem Projekt gehört zu haben.
Ulf Nordfjell schloss sich an und stellte mit einer Vielzahl von Projekten seine „organisierte Natur“ vor. Einerseits verband ihn der minimalistische Ansatz mit Christopher Bradley-Hole, andererseits konnte er sich von dem Briten aber durch eine „wildere“ Pflanzenverwendung distanzieren. Er setzt darauf, die Ordnung des minimalistischen Gartens durch „naughty Elements“ erst richtig spannend zu machen.
Ulf Nordfjell und Lüder Hoppe (Foto: Heike Hoppe)
Der Münchner Prof. Rainer Schmidt stellte im Anschluss seine Großprojekte zwischen Shanghai und Amman vor. Die Grenzen von der Landschaftsplanung zum Städtebau ließ er dabei fluffig hinter sich und stellte Planungen in Maßstäben vor, die für den normalen „Feld-Wald-Wiesen-Architekten“ undenkbar sind.
Ilya Mochalov zeigte einige seiner Arbeiten sowie Arbeiten seiner Moskauer Kollegen. Und diese arbeiten nicht selten für Menschen, die in Russland innerhalb kürzester Zeit extrem viel Geld verdient haben. Wie vielfältig die Wunschlisten einer Generation sind, die im Plattenbau des Realsozialismus groß geworden sind und nun praktisch unbegrenzt bauen können, war der eigentliche Inhalt dieses Vortrags. Auch wenn einige Projekte für das Fachpublikum geradezu grotesk wirkten – die Unvoreingenommenheit mit der rund um Moskau (Groß-)Gartenprojekte entstehen, wird diese Region für uns Landschaftsarchitekten noch sehr interessant werden lassen.
Im Anschluss an das Abendessen brannte der Kalifornier Paul Comstock ein Feuerwerk von Fotos ab, die mit seinen Projekten oft nur die Philosophie gemein hatten. Der „Disney-Planer“ verdeutlichte immer wieder, wie er mit sorgfältig ausgesuchten Pflanzen ganze Landschaften „erzählen“ kann.
Einziger Wermutstropfen war für mich „meine“ BDLA Präsidentin, die als Moderatorin der Veranstaltung der Versuchung erlag, die Vorträge in kleinen Co-Referaten zu bewerten und dabei ihre persönliche Meinung nicht transparent von der Moderation trennte.
Alles in allem war es aber ein sehr gelungener Tag, eine Veranstaltung die meinen Horizont im wahrsten Sinne des Wortes erweitert hat und noch dazu mit einem sehr leckeren Grau-Burgunder ausklang.

Die Grundlage des Erfolgs: 100m in 9,58 Sekunden!

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag August 21, 2009

Ursain Bolts Weltrekorde über 100m und 200m sind in aller Munde, sein Laufstil wird bewundert, die allgegenwärtigen Dopingvermuter verhalten sich auffallend ruhig. Talent, Training, innere Einstellung, dann und wann werden sogar die spezielle für ihn angefertigten Schuhe als Leistungsgrundlage angesehen. Kaum ein Journalist schaut sich aber die 100m genauer an: Ursain Bolt ist seine Rekorde auf einem blau eingefärbten Regupol Compact Belag der Firma BSW gelaufen. Dieser Belag hat weniger als 40% Kraftabbau, mindestens 36% fordern die Regularien – tendenziell ist dieser Belag eher als „weich“ einzustufen.

In Läuferkreisen gilt ja die Daumenformel, je härter der Belag, desto schneller die Zeiten. Studien der Sporthochschule Köln wiederlegen diese Mär, tatsächlich passt sich der Bewegungsapparat spontan dem Untergrund an, abweichende Zeiten von „weichen“ zu „harten“ Bahnen sind innerhalb der normierten Parameter nicht festzustellen. Doch der Kraftabbau ist nur die Hälfte der Messung, die Kraftrückgewinnung durch den „Trampolineffekt“ würde die Betrachtung komplettieren. Doch der Vorgang des Laufens ist so komplex, die Vielzahl der Parameter so groß, dass es kaum möglich ist, hier nach einer einfachen Ursache-Wirkungs-Mechanik zu suchen.

Laufbahn im Berliner OlympiastadionOder ist es die blaue Farbe, die den Läufern schnelle Beine beschert? Der Farbpsychologe Prof. Harald Braem vermutet: „Das schöne Blau im Berliner Olympiastadion verleiht Flügel. Blau ist eine fließende Farbe. Auf einer blauen Bahn können die Athleten viel befreiter laufen.“ Er vergleicht den Effekt mit den blauen Straßenschildern an den Autobahnen. Warnsignale, die zur Vorsicht mahnen, sind dagegen in Rot gehalten, der traditionellen Farbe von Leichtathletikbahnen – und von Stoppschildern. Ja, die Psychologie hat schon lange Einzug in den Sport gehalten, wenngleich das Blau der Laufbahn ursprünglich den Rahmen für die Fußballspiele der blau-weißen Herta bilden sollte. So folgt dann die Entwicklung schneller Laufbahnen bei aller technischen Raffinesse den Prinzipen der Evolution – der überlegene Belag wird vermehrt gebaut.

Integrationspreis neu ausgeschrieben

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag August 14, 2009

Neuausschreibung des bundesweiten Wettbewerbes „Teilhabe und Integration von Migrantinnen und Migranten durch bürgerschaftliches Engagement“: Mit der 5. Auflage dieses Wettbewerbes will die Stiftung Bürger für Bürger die Teilhabe und Integration von Migrantinnen und Migranten durch bürgerschaftliches Engagement fördern. In der bisherigen Praxis der Integrationsarbeit sind Migranten oft nur Objekte sozialer Arbeit und bürgerschaftlichen Engagements. Es kommt noch zu selten vor, dass Migranten selbstverständlich in gemeinnützigen Organisationen der Mehrheitsgesellschaft neben Einheimischen und Migranten aus anderen Ländern und Kulturen ehrenamtlich mitwirken. Mit dem bundesweiten Praxis- und Ideenwettbewerb soll auf eine weitere positive Veränderung dieser Situation hingewirkt werden.

Vorbildhafte Praxis und realisierbare innovative Ideen sollen mit dem Wettbewerb identifiziert, anerkannt bzw. ausgezeichnet und zur Nachahmung oder erstmaligen Realisierung angeregt werden. Formlose Bewerbungen mit weiteren Infos wie Projektbeschreibung, Pressebeiträgen, DVDs / Filmen, Publikationen und Internetverweisen sind zu richten an die Stiftung Bürger für Bürger, Herrn Bernhard Schulz, Friedrichstr. 94, 10117 Berlin, E-Mail: info@buerger-fuer-buerger.de, Tel. 030 / 24 31 49-0. Der Wettbewerb wird unterstützt von der DFB-Stiftung Egidius Braun.

Ergänzung oder Konflikt: Schulsport vs. Vereinssport!

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag Juli 17, 2009

„Der LandesSportBund Niedersachsen und die Sportjugend Niedersachsen setzen sich dafür ein, landesweit ein gelingendes Miteinander von Ganztagsschulen und Sportvereinen zu ermöglichen. Denn der organisierte Sport ist für die Schulen ein wichtiger Bildungsanbieter. Die Angebote der Sportvereine haben Bildungsqualität, weil sie von qualifizierten Übungsleitern und Trainern durchgeführt werden und müssen daher adäquat bezahlt werden.“ Mit Sorge reagiert der Präsident des LandesSportBundes Niedersachsen, Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, deshalb auf Berichte aus der Region Hannover, dass Schulträger die Preiskalkulation eines Vereines für sein Betreuungsangebot nicht akzeptiert hätten. „Wir tragen das niedersächsische Modell der Ganztagsschule mit, verstehen uns aber als gleichberechtigter Bildungsanbieter“, betonte Dr. Umbach.

Der LandesSportBund wisse aber um die aktuell schwierige Finanzausstattung vieler Ganztagsschulen. Dr. Umbach ruft die Landesregierung deshalb auf, die Ganztagschulen finanziell so auszustatten, dass die Nachmittagsbetreuung angemessen finanziert werden könne. „Der Einsatz von Vereinsmitarbeiterinnen und Vereinsmitarbeitern darf nicht aus den Mitgliedsbeiträgen der Sportvereine subventioniert werden.“

Der LandesSportBund Niedersachsen und die Sportjugend Niedersachsen sehen es als eine ihrer großen Zukunftsaufgaben an, Sport und Bewegung in die Ganztagsschulen als Ergänzung zum verpflichtenden Schulsport hineinzutragen.
“Wir haben deshalb eine hauptberufliche Koordinierungsstelle in unserer Geschäftsstelle  ausgeschrieben und werden ab 2010 spezielle Fortbildungsangebote machen, damit Interessierte die besonderen Anforderungen an außerunterrichtliche Sportangebote in Schulen noch besser wahrnehmen können. „Die Fachausbildungen in der Sportorganisation für Übungsleiter und Trainer sind bereits ausgezeichnet. Wir wollen Interessierte nun zusätzlich qualifizieren, damit sie z.B. mit den Abläufen in Schulen vertraut sind und sich pädagogisch noch besser auf die besonderen Belange von Schülerinnen und Schüler einlassen können“, erläutert LSB-Direktor Reinhard Rawe.

bis zu 60.000€ für „Innovative Modellprojekte für benachteiligte junge Menschen“

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag Juli 3, 2009

Deutsche Sportjugend

dsj-Förderwettbewerb JETST – „Innovative Modellprojekte für benachteiligte junge Menschen“

Unter dem Motto „benachteiligte junge Menschen fordern und fördern und für ein Engagement im Sport begeistern“ sucht die Deutsche Sportjugend (dsj) auf Vereins- und Verbandsebene innovative und nachhaltige Modellprojekte, die als Best-Practice-Modelle für den Förderzeitraum von zwei Jahren umgesetzt, ausgewertet und veröffentlicht werden. Der dsj-Förderwettbewerbs JETST wird von der dsj im Rahmen ihres neuen Projektes „JETST! – Junges Engagement im Sport“, gefördert vom BMFSFJ, ausgeschriebe. .Bewerbungsschluss ist der 15. September. Die dsj fördert die Modellprojekte zwischen November 2009 und Oktober 2011 mit Mitteln in Höhe bis zu 60.000,- Euro pro Projekt. Weiterführende Informationen zur Bewerbung finden Sie unter: www.jetst.de

Forschungsprojekt „Grundlagen zur Weiterentwicklung von Sportanlagen“

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Mittwoch Juli 1, 2009

Das Forschungsprojekt „Grundlagen zur Weiterentwicklung von Sportanlagen“, das das ikps im Auftrag des Bundesinstituts für Sportwissenschaft durchführte, untersuchte die Frage, ob die vorhandenen Sportanlagen noch zukunftsfähig sind bzw. ob und wie sie an veränderte gesellschaftliche und sportliche Rahmenbedingungen angepasst werden können oder müssen. Mit dem Erscheinen des Buches „Grundlagen zur Weiterentwicklung von Sportanlagen“ (Sportverlag Strauß, Köln; ISBN 978-3-86884-505-1; erhältlich im Buchhandel) werden die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchungen nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Zur Verbreitung und Diskussion der gewonnenen Erkenntnisse fand am 16. Juni beim Deutschen Städtetag in Köln ein erster Workshop statt, bei der sich Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Architektur, Sport und Kommunalverbänden mit den zentralen Ergebnissen und Entwicklungstendenzen auseinandersetzten. Dabei wurden auch die „10 Thesen zur Weiterentwicklung von Sportanlagen“ des das Projekt begleitenden Projektbeirats zur Diskussion gestellt. Auch auf der Jahrestagung der Referentinnen und Referenten für Sportstätten und Umwelt im DOSB am 25./26. Juni in Osnabrück wurde das Projekt vorgestellt.Weitere Veranstaltungen zu diesem Thema sollen folgen.
http://www.kooperative-planung.de/projekte/projekt_bisp_forschungsprojekt.htm

10.000€: Deutscher Schulsportpreis ausgeschrieben

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag Mai 29, 2009

Bereits zum sechsten Mal schreiben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Deutsche Sportjugend (dsj) im Schuljahr 2009/2010 den bundesweiten Förderpreis für Schulen als Beitrag zur Qualitätsoffensive für den Sport in der Schule aus. Der Schwerpunkt des aktuellen Wettbewerbs liegt auf der Auszeichnung von Kooperationskonzepten und Netzwerkbeispielen, die die gelungene Zusammenarbeit zwischen Sportverein und Schule beschreiben und Kindern und Jugendlichen ein bewegungsfreundliches und ganzheitliches Umfeld bieten.

Das Bewerbungsformular finden Sie unter: www.dsj.de/Schulsportpreis. Für Rückfragen steht Ihnen Kerstin Dudichum unter Tel. 069 / 67 00 322 oder E-Mail: dudichum@dsj.de gerne zur Verfügung. Der Deutsche Schulsportpreis des DOSB und der dsj ist insgesamt mit 10 000 Euro dotiert.

Quelle: LSB Niedersachsen

Sportplatzbau in der Mongolei

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag Mai 22, 2009

Bisher habe ich es mir nicht gestattet, in diesem Blog über eigene Projekte zu berichten. Dieses Projekt ist aber außergewöhnlich genug, um darüber ein paar Zeilen zu schreiben: einer Anfrage aus der Mongolei aus dem letzten Jahr hatte ich zunächst keine große Bedeutung zugemessen, zo oft waren vergleichbare E-Mails aus Nigeria, Indonesien oder auch aus der Schweiz schnell im Sande verlaufen, oder liefen auf extrem einseitige Bedingungen hinaus. Anders der Kontakt aus der Mongolei: hier sollte ein bestehender Fußballplatz in eine multifunktionale Sportanlage umgebaut werden.

Langer Rede kurzer Sinn: die Vorgespräche entwickelten sich prächtig und ich sitze hier nun mit 6 Stunden Zeitumstellung im Nacken und resümmiere die Ereignisse der letzten 5 Tage:

per Luftstrecke gemessen über 13.000km Wegstrecke zurückgelegt

großartige Menschen kennengelernt

mongolisches Klima erlebt

einen winzigen Blick in eine Kultur geworfen, die einerseits sehr fremd ist, dann aber auch wieder sehr vertraut wirkt

Wovon soll ich aber nun berichten: von dem wenigen Straßenleben, welches ich bei zwei Spaziergängen erleben durfte, mit seinen fremdartigen Düften und Geräuschen? Oder von den äußerlich heruntergekommenen Geschäften, die von innen betrachtet dann viel schöner waren, mit ihren exotischen Waren, die dann aber auch unterbrochen wurden von Nudeln der Marke „Gut und Günstig“? Oder von der seltsam anmutenden Ballung von Handy-Läden und Karaoke-Räumen? Ich lasse das alles ersteinmal links liegen und zeige ein Bild vom bestehenden Sportplatz:

Fußballplatz in der Mongolei

Der besteht tatsächlich aus eine lückigen Betonfläche ohne jede Dehnungsfuge, hat dafür eine Rollkiesauflage mit scharfkantigen Splitanteilen und einigen Stolperkanten an den unvermeidlichen Spannungsrissen der Betonfläche. Großes Kopfschütteln meinerseits, große Unzufriedenheit von Seiten der Auftraggeber über den bestehenden Platz andererseits. Handlungsbedarf ist also akut vorhanden – der Wille dem zu entsprechen auch.

Und nun geht es mit Tempo voran: Vorentwürfe sind vor Ort fertiggestellt worden und werden nun ausgearbeitet, das LV folgt.

Auch wenn es für eine Resümmé viel zu früh ist: das Arbeiten im Ausland ist eine tolle Erfahrung, hoffentlich läuft das Projekt so gut weiter wie es angefangen hat!

Bericht: Dialog im Dunkeln, Hamburg

Blogged in Allgemeines by Lüder Hoppe Dienstag Mai 12, 2009

Barrierefreies Bauen ist auf für Landschaftsarchitekten ein vermeintlicher Standard. Die Einhaltung des einschlägigen Regelwerks garantiert jedoch keine gelungene Umsetzung dieses Aspekts der Planung. Echte Barrierefreiheit erfordert viel Einfühlungsvermögen für die Lebenswelt behinderter Menschen.

Die Hamburger  Erlebniswelt „Dialog im Dunkeln“ ermöglicht es, 90 Minuten Blindheit zu erfahren. Mit weit aufgerissenen Augen ins Dunkel zu starren, während die Netzhaut die Abwesenheit eindringender Photonen mit eigenartigen Erscheinungen kompensiert, ist tatsächlich eine Reise nach Hamburg wert. In kleinen, geführten Gruppen werden Besucher mit verschiedenen Alltagsszenen aus der Welt blinder Menschen vertraut gemacht. Garten, Marktplatz, Straße – aber auch eine Bootsfahrt sowie ein „Kneipenbesuch“ werden aufwändig und mit vielfältigen Klängen, Gerüchen und ertastbaren Objekten erlebbar gemacht.
Mit dem Blindenstock in der Hand eröffnet sich so eine ganz neue Welt, voller vertrauter und dennoch seltsam fremder Dinge. Diese Erfahrung im Einzelnen zu beschreiben ist kaum möglich, letztlich habe ich aber lange nicht mehr erlebt, wie schnell 90 Minuten vergehen können, habe selten in so kurzer Zeit so viel erlebt und dabei ganz nebenher ein ganz anderes Verständnis für barrierefreies Bauen aus Sicht  sehbehinderter Menschen erfahren. Eingentlich müsste es dafür auch Fortbildungspunkte bei der Architektenkammer geben…

Gesundheit in Bewegung: LSB bietet neue Fördermöglichkeiten

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag Mai 8, 2009

Der LandesSportBund Niedersachsen setzt sich dafür ein, dass die Sportorganisation auch Kindern mit wenig Bewegungsgelegenheiten, ältere Menschen und sozial Benachteiligte Sportangebote macht. Mit einem neuen Förderprogramm Gesundheit in Bewegung will der LSB Sportvereine, Sportbünde und Landesfachverbände unterstützen, gesundheitsfördernde Angebote für diese Zielgruppen zu machen. „Wir wollen unseren Beitrag leisten, damit Sportvereine ihre Rolle als Bewegungsanwalt der Menschen in ihrem Einzugsbereich noch besser wahrnehmen können“, sagte LSB-Vizepräsidentin Sport- und Organisationsentwicklung Nicola Friedrich.

Informationen und Antragsformulare zum Förderprogramm finden sich auf der LSB-Homepage www.lsb-niedersachsen.de in der Rubrik Service für Mitglieder/Antragsformulare

Stephan Zirwes Ästhetik der Sportplätze – ausdruckstarke Luftbilder

Blogged in Allgemeines,Sportplatzbau by Lüder Hoppe Mittwoch April 29, 2009

Webseiten mit tollen Fotos gibt es im Netz seit vielen Jahren. Aber schon lange ist mir keine derart gelungene Präsentation mehr auf den Schirm geraten: http://www.stephanzirwes.com/. Ist es die ungewohnte Perspektive des Luftbildes, welche mich so fasziniert? Eher nicht, denn der Umgang mit Luftbildern ist Teil meiner täglichen Arbeit. Ist es die spährisch zurückhaltende Musik, oder gar die Sound-Effekte? Eigentlich alles eher zurückhaltend. Es müssen letztlich die überzeugenden Fotos sein, die die Ästhetik der Alltäglichkeit greifbar machen: Stephan Zirwes entdeckt mit untrüglicher Sicherheit wunderschön balancierte Bilder mit Spannungsmomenten und so mancher Überraschung eingefahrener Sehgewohnheiten. Gerade der Bereich „football“ inspiriert mich zur grafischen Aufarbeitung meiner Website.
Übrigens: in den Präsentationen ist man nicht gefangen, ein Klick auf „Map“ bringt den Besucher zurück auf die Homepage.

Zuschüsse für Sportvereine von der EOG

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag April 17, 2009

Sportverbände und -vereine, die ein Projekt zum Schutz ökologisch sensibler Gebiete und zur Erhaltung ihres Freizeitwerts durchführen wollen, können bei der Association for Conservation (AFC) einen Zuschuss beantragen.

Die AFC ist eine Gründung der European Outdoor Group (EOG), Dachorganisation der europäischen Outdoorindustrie. Die maximale Höhe der Förderung beträgt 30.000 Euro pro Vorhaben. Antragsberechtigt sind als gemeinnützig anerkannte Organisationen – also auch Sportvereine oder Fachverbände. Gefördert werden ausschließlich Projekte, die darauf ausgerichtet sind, eine nachhaltige Lösung aktueller Probleme zu erreichen. Die Vorhaben können eine Laufzeit von einem Jahr oder zwei Jahren haben. Sie sollten die Öffentlichkeit einbinden und darauf abzielen, allgemeine Zustimmung und Unterstützung zu entwickeln.
Um sicherzustellen, dass durch das Projekt wirklich etwas bewegt wird, müssen die Erfolge messbar sein. Ein verbindlicher Zeitplan wird natürlich auch erwartet. Anträge für in Planung befindliche Projekte können bis zum 30. November gestellt werden. Voraussetzung für die Antragstellung ist die Empfehlung durch ein Mitglied der Association for Conservation. Richten Sie Ihre Anfrage – mit einer kurzen Darstellung des geplanten Projekts – an:

Association for Conservation
c/o Herrn Jan Lorch
Vaude Sport, Vaude-Straße 2
88069 Tettnang

Auch andere Sportartikelhersteller, die in der Association for Conservation organisiert sind, können die notwendige Empfehlung aussprechen. Diese Firmen sind auf der AFC-Homepage: http://www.eogconservation.org(DOSB-Presse 09_04_14)

Onlineratgeber zur Bedarfsplanung für Sportstätten

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Samstag April 11, 2009

Vereine, die überlegen, ihre Sportstätten zu sanieren oder ganz neu zu bauen, finden für die Planungsphase Hilfestellungen im Internet. Der Deutsche Olympische Sportbund hat gemeinsam mit der Commerzbank auf dem Ehrenamtsportal in der Rubrik Rat&Tat/Sportstätten-Management einen Beitrag eingestellt, der Hilfen für die Planungsphase und die Bedarfsermittlung bietet. Direkt zum Beitrag geht es hier. Falls Sie oder Ihr Verein tatkräftige Unterstützung benötigen: Das Planungsbüro G. & L. Hoppe unterstützt Sie auch bei diesem Teilaspekt des Sportstättenbaus.

Europäische Sportförderung: online-Befragung noch bis 31. März

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag März 13, 2009

Sportvereine und interessierte Bürger sind europaweit aufgerufen, Anregungen und Vorschläge für ein Förderkonzept der Europäischen Union zu unterbreiten. Die Ergebnisse einer online-Befragung sollen eine Grundlage für die Diskussionsrunden über die künftige Rolle der EU im Bereich Sport bilden, teilte der EU-Abgeordnete Dr. Karsten Hoppenstedt mit. Eine Teilnahme ist noch bis zum 31. März möglich auf:http://www.eusportfuture.eu/index.php?option=com_wrapper&view=wrapper&Itemid=78

Auch wenn Online-Umfragen oft in ihrer Aussagekraft in Frage gestellt werden: schön zu sehen, dass es mit der EU Sportförderung langsam weiter geht, bleibt nur zu hoffen, dass eines Tages auch Fördermittel abzurufen sind, ohne das es über verwirrende Umwege laufen muss…

Sportstättenförderung „Initiative Niedersachsen“

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Donnerstag März 5, 2009

Das Landeskabinett hat gestern die konkrete Umsetzung der „Initiative Niedersachsen“ des Konjunkturpaketes II und die Mittelvergabe des Aufstockungsprogramms beschlossen. „Niedersachsen ist gut gerüstet für die Zukunft. Wir stärken mit der Initiative Niedersachsen unsere Kommunen und Betriebe, sorgen für Aufträge und sichern Arbeitsplätze in Niedersachsen“, sagten Ministerpräsident Christian Wulff und Wirtschaftsminister Philipp Rösler nach der Kabinettssitzung.

Die Landesregierung hatte bereits am 3. Februar 2009 die Weichen für die Ausgestaltung des Konjunkturpaketes II der Bundesregierung gestellt. Am 20. Februar hat der Niedersächsische Landtag mit dem Nachtragshaushaltsgesetz 2009 und dem Zukunftsinvestitionsgesetz als erstes Landesparlament die rechtlichen Grundlagen für die Umsetzung geschaffen. Wulff: „Wir handeln schnell und unbürokratisch. Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand. Die Kommunen werden die Mittel unverzüglich erhalten und ihre Projekte zügig umsetzen.“ Bund, Land und Kommunen investieren mit dem Konjunkturprogramm II und dem niedersächsischen Aufstockungsprogramm in 2009 und 2010 insgesamt 1.390 Millionen Euro in Niedersachsen.

Pauschale Zuweisungen an die Kommunen:
Die niedersächsischen Landkreise und Gemeinden investieren 600 Millionen Euro aus einer pauschalen Zuweisung von Bund und Land inklusive einer eigenen Kofinanzierung. Hierfür ist mit dem Nachtragshaushalt 2009 kein weiterer Beschluss erforderlich. Die Kommunen sind allein verantwortlich für die zweckentsprechende Verwendung.

Kommunale Förderschwerpunkte:
Zudem werden im kommunalen Bereich weitere 364 Millionen Euro für besondere Schwerpunkte investiert. Zu den Förderschwerpunkten zählen die Modernisierung der Schulinfrastruktur, die Breitbandverkabelung, der kommunale Sportstättenbau, Krankenhäuser, der Hochwasserschutz im Binnenland und die Altlastensanierung. Das Kabinett hat die Planungen der Ressorts zur Kenntnis genommen.

Aufstockungsprogramm:
Das Land Niedersachsen wird die „Initiative Niedersachsen“ als landeseigenes Programm mit rund 163 Millionen Euro aufstocken. Die Landesmittel sind über den Nachtragshaushalt 2009 abgesichert. Das Land kann die Mittel damit außerhalb des festen Rahmens der bundesgesetzlichen Vorgaben zum Konjunkturpaket II auch noch in den Jahren nach 2010 verwenden.

Mit den Mitteln aus dem Aufstockungsprogramm sollen zusätzliche Investitionen als Multiplikator gewonnen werden, um eine möglichst hohe Investitionswirkung zu erzielen. Geplante Maßnahmen sollen möglichst vorgezogen werden. Daneben sollen die Projekte eine möglichst breite Wirkung in der Fläche entfalten.

„Wir setzten alles daran, die Investitionen zügig zu starten, die Projekte schnell zu realisieren und so die konjunkturellen Multiplikatoreneffekte zu erzielen“, sagten Ministerpräsident Wulff und Wirtschaftsminister Rösler. „Niedersachsen ist gut aufgestellt. Wir machen unser Land weiter zukunftsfähig!“

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