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Zukunft im Sport: was passiert bis 2020, Teil4: Sportanlagen

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag Februar 8, 2008

Die bisher dargestellten Veränderungen im Sportverhalten werden sich mittelbar auch in der Gestaltung und Nutzung der Sportanlagen darstellen. Sicherlich wird die Vielfalt an Sportanlagen weiter steigen, neue Sportangebote werden in die bestehenden Anlagen integriert, wie dies in der letzten Dekade zum Beispiel mit „Beach-Feldern“ passiert ist. Neue Sportentwicklungen werden sich dabei nur behaupten können, wenn sie sich in kostengünstiger Bauweise erstellen lassen. Möglichweise wird auch der Anteil mobiler Sportanlagen auf multifunktionalen Sportfeldern steigen. Hier kommen auf Sportvereine neue Aufgaben zu, die im Verbund mit der öffentlichen Hand, Krankenkassen, oder auch in „Public-Private-Partnership“ neue Perspektiven eröffnen. Diese neuen Sportanlagen werden eine Vielfalt von Kriterien erfüllen:

  • ökologische Verträglichkeit,
  • hoher Komfort,
  • geringe Anschaffungskosten,
  • geringe Unterhaltungskosten,
  • variable Nutzung / Möglichkeit des einfachen Umbaus.

Während so auf der einen Seite eine Nachfrage nach neuen und neuartigen Sportanlagen besteht, belastet der Sanierungsbedarf traditionelle Sportstätten weiterhin die Budgets. Sicherlich werden hier sehr vielfältige Abwägungen zwischen Erhalt alter Anlagen und dem Bau neuer Anlagen stattfinden müssen.
Aber wie sieht er nun aus, der Sportplatz der Zukunft?

Der Sportplatz der Zukunft wird:

  • alle Generationen ansprechen,
  • als Ort mehr Funktionen erfüllen als Sport allein (z.. B.: Kommunikation, Wellness, Lifesyle, Gesundheit),
  • Trendsportarten kurzfristig integrieren,
  • hohen Wert auch auf die Interessen von Mädchen, Frauen und Alten legen,
  • weniger durch rechtwinklige Spielfelder geprägt sein und,
  • sich zu einer Parklandschaft entwickeln.

Erste Prototypen dieser neuen Sportparks sind bereits in der Entwicklung. Interessanterweise sehen sie auf den ersten Blick dem gut 100 Jahre alten „Volkspark“ sehr ähnlich, komprimieren diesen aber auf effektive Art und Weise.

Im nächsten Teil geht es um die Zukunft der Fußballfelder.

Aktionsprogramm Schule und Verein: 2000 Anträge in Niedersachsen bewilligt

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag Februar 8, 2008

Erstmals hat der LSB Niedersachsen 2000 Kooperationsmaßnahmen für das Aktionsprogramm Schule und Verein für das laufende Schuljahr bewilligen können. Möglich wurde dies, weil das Nds. Kultusministerium für das seit dem Schuljahr 1995/96 bestehende Aktionsprogramm zusätzliche Fördermittel bereitgestellt hat: Seit mehr als zehn Jahren fördern Lotto Niedersachsen, der LSB und das Nds. Kultusministerium das Aktionsprogramm mit rund 311 000 Euro pro Schuljahr. 2007 hatten sich das Kultusministerium und der LSB auf ein zusätzliches Förderprogramm für den Schulsport verständigt, den Aktionsplan Lernen braucht Bewegung Handlungsplan 2007-2010. Erstmals für das Schuljahr 2007/08 gab es nun weitere 225 000 Euro für Kooperationsmaßnahmen. Seit dem Start des Aktionsprogrammes sind bisher 17 304 Maßnahmen gefördert worden. „Die große Resonanz bestätigt unsere Auffassu ng, den Schulsport ergänzende Sportangebote an Schulen zu fördern“, erklärte LSB-Geschäftsführer Bildung und Sportjugend Karl-Heinz Steinmann. Quelle: LSB  Niedersachsen

1 Jahr HoppeBlog

Blogged in Allgemeines by Lüder Hoppe Samstag Januar 12, 2008

Vor 372 Tagen habe ich das erste Posting als Ergänzung zur statischen Website erstellt. Insgesamt gab es 2007 genau 52 Artikel zu den Themen Sportplatzbau, Baumgutachten und Allgemeines. Sicherlich hat der Enthusiasmus über dieses Jahr hinweg ein wenig abgenommen, aber das Ziel, wöchentlich eine neue Meldung zu präsentieren werde ich nicht aus den Augen verlieren.
Die meisten Weblogs beginnen mit großem Enthusiasmus, und werden nach wenigen Wochen wieder eingestellt. Statistisch betrachtet schaffen es 50% nicht über die ersten 3 Monate hinweg. Damit ist das HoppeBlog der Vielzahl an kleinen Projekten bereits weit voraus.

Wie jeder Blogger wünsche auch ich mir häufiger ein paar Kommentare, letztlich ist es aber so, dass eine Diskussion über Kunstrasen derzeit als Synonym für langweilige Kneipengespräche gilt. Macht aber nichts, ich werde weiter zu den Themen Sportentwicklung, Sportstätten und auch Kunstrasen sowie Baumgutachten über Neuigkeiten berichten und diese bei Bedarf auch kommentieren.

Auf ein weiteres Jahr HoppeBlog,

Lüder Hoppe

Zukunft im Sport: was passiert bis 2020, Teil3: Sport und Gesellschaft

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Montag Dezember 10, 2007

Die Technisierung der Kinderzimmer führt dazu, dass sich die motorische Leistungsfähigkeit der Kinder verschlechtert hat. Es ist zu befürchten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Doch jeder Trend erzeugt auch Gegenbewegungen, so sind sich die Sportpädagogen darüber einig, dass die Bedeutung der Bewegungsangebote in den Schulen wachsen wird. Vor dem Hintergrund der Zunahme von Ganztagsschulen werden neue Formen von Sportfreianlagen entstehen.

Ob damit die Lücke zwischen den nach wie vor vorhandenen sportbegeisterten Kindern und den kindlichen „Couch-Potatoes“ geschlossen werden kann, bleibt gegenwärtig offen. Unklar ist auch die Frage, ob frei zugängliche Bewegungsräume im urbanen Umfeld weiter abnehmen werden. Allein um diese Frage zu beantworten sind, sind mehrere, zum Teil gegenläufige Trends zu analysieren:

  • demografische Veränderungen der Gesellschaft,
  • veränderte Bewertung von Sport und Gesundheit,
  • Ballungsräume mit städtebaulichem Wachstum auf der einen Seite,
  • sowie auch große Regionen, in denen komplette Generationen abwandern (innerdeutsche Migration)

Jeder dieser Faktoren ist geeignet, die Steigerung des Sportangebots zu begründen. Selbst die Abwanderung von Menschen, wie sie zum Beispiel in Brandenburg beobachtet werden kann, führt dazu, dass neue Sportanlagen als Mittel der Strukturförderung realisiert werden. Allein die Frage der Finanzierung wird nicht leicht zu lösen sein: Insider befürchten den Rückgang der Sportanlagenförderung durch die Öffentliche Hand. Flexible Sportvereine können diese Situation aber auch für sich nutzen: mit einem der Nachfrage angepassten Sportangebot wird es zukünftig leicht sein, die Mitgliederzahlen stabil zu halten. Die Zusammenarbeit mit Krankenkassen, Schulen und kommerziellen Sportanbietern wird ein breiteres Angebot ermöglichen. Vielleicht werden Sportvereine dann über ein Sportangebot im Altenheim den Jugendsport finanzieren?

EU-Förderung im Sportplatzbau: Brandenburg übernimmt Vorreiterrolle

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Montag Dezember 3, 2007

Brandenburgs Landessportbund-Präsident Hans-Dietrich Fiebig und der Agrarminister des Landes, Dr. Dietmar Woidke, haben am 21. November in Potsdam eine Vereinbarung über die Sportstättenförderung in ländlichen Gemeinden unterzeichnet.

Unter dem Namen „Goldener Plan Brandenburg“ sollen jährlich bis zu 2 Mio. Euro in die Sportstättenförderung fließen und so helfen, die Vereins- und Jugendarbeit in den Dörfern auf eine solidere Grundlage zu stellen. Der Name ist eine Anleihe an das 2009 auslaufende Bundesprogramm „Goldener Plan Ost“ . An der Förderung der mit dem Landessportbund abgestimmten Vorhaben wird sich das Agrar- und Umweltministerium bis zu einem Anteil von 66 Prozent beteiligen. Ermöglicht wird diese Förderung auf der Grundlage des EU-Fonds zur Entwicklung der ländlichen Räume (ELER).

Das Agrar- und Umweltministerium Brandenburg wird in den kommenden Jahren Vorhaben des Landessportbunds mit Fördermitteln der integrierten ländlichen Entwicklung und LEADER unterstützen. LEADER wendet sich an Aktionsgruppen von Vereinen und Bürgern auf dem Lande, die dazu beitragen, die regional erkannten Stärken zu stärken.

Gerade in Zeiten knapper werdender öffentlicher Mittel können mit einer Kombination der Finanzierungsmöglichkeiten Vorhaben zur Entwicklung der besonders benachteiligten ländlichen Regionen in Brandenburg umgesetzt werden.

Das Ministerium sieht in der Sportstättenförderung ein Mittel, um der Abwanderung junger und qualifizierter Menschen etwas entgegenzusetzen. Attraktive Sport- und Freizeitangebote sind neben Arbeitsplätzen Faktoren, die das Landleben lebenswert machen. Häufig gehen von den Sportvereinen Initiativen für die Ortsentwicklung aus, werden Feste gefeiert, Traditionen gepflegt. Weil der Sport junge Leute an sich bindet, kommt ihm bei der Vermittlung von Werten und Einstellungen besondere Bedeutung zu, gerade auch in der Auseinandersetzung mit rechtsradikalen Kräften. Dem Sport dagegen mangelt es im ländlichen Raum an bedarfsgerechter Infrastruktur, und dem Landessportbund stehen nicht genügend Mittel zur Verfügung, um die Sportstätten zu erhalten oder auszubauen.

amit ist erstmals in Deutschland erreicht, was andere Länder der europäischen Union schon lange praktizieren – die sinnvolle Verwendung von EU-Mitteln für den Sportplatzbau. Es bleibt zu hoffen, dass andere Bundesländer nachziehen und erkennen, dass die Förderung des Sportstättenbaus eine effiziente Strukturförderung darstellt.

Teil 2: Wie werden sich Nachfrage und Angebot im Sport entwickeln?

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Sonntag Dezember 2, 2007

Bestimmend für das Sportangebot in den nächsten Jahren wird die Nachfrage sein. Hier sind klare Entwicklungen zu erwarten:

im Segment der berufstätigen Bevölkerung wird der Anteil der Bürotätigkeiten mit geringem Bewegungspotential weiter zunehmen. Daraus resultiert das weitere Wachstum gesundheitsorientierter Lifestyle-Sportarten mit dem Boom der Fitnesscenter an der Spitze. Da hier bereits ein reichhaltiges Angebot besteht ist mit einer quantitativen Zunahme nicht mehr zu rechnen. Das Angebot wird sich eher auf bestimmte Nischen spezialisieren.

Der große Trend der nächsten Jahre ist im Zuge der demografischen Entwicklung im Seniorensport zu suchen. Die hier gefragten Sportangebote werden über die folgenden Eigenschaften verfügen:

· selbst bestimmbare Leistung

· variable Zeiten

· sportmedizinische Betreuung

· hoher Geselligkeitsfaktor

Das bisherige Angebot vom Walking über Boule bis zur Wirbelsäulen- und Kardiogymnastik wird sich um neue Sportarten erweitern, oder auch durch klassische Sportarten wie Tischtennis ergänzt. Hier werden neue Anbieter den Markt betreten, Volkshochschulen und Krankenkassen etwa, die bereits im Kontakt zu ihrem Klientel stehen.

Der Vereinssport wird sich zunehmend dem Kinder- Jugend und Wettkampfsport zuwenden. Dabei wird besonders die Nachfrage nach gut ausgestatteten Vereinen wachsen, die den Kindern ein sicheres und komfortabel ausgestattetes Sportumfeld bieten, möglicherweise sogar ein familiäres Betreuungsangebot unterhalten. Möglicherweise wird diese Nachfrage jedoch auch durch ein erweitertes Schulangebot befriedigt.

Zusammenfassen lassen sich die Trend durch die folgenden Thesen:

· Der Sport insgesamt gewinnt an Bedeutung.

· Der Anteil gesundheitsorientierter Sportarten wird steigen.

· Der Anteil von Leistungs- und Wettkampforientierten Aktivitäten wird in allen Sportarten sinken.

· Die Zahl der Sportarten wird weiter zunehmen.

Begleitend dazu wird die Bedeutung des Profisports in den Medien als identitätsstiftendes Gesellschaftselement steigen.

Lesen Sie im Teil 3: Zukunft im Sport: was passiert bis 2020: Sport und Gesellschaft

Zukunft im Sport: was passiert bis 2020? (Teil1- Einführung)

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Mittwoch November 14, 2007

Das Sportangebot unterlag in den letzten 100 Jahren einem stetigen Wandel. Von Turnvater Jahn als Vorreiter einer Massenbewegung bis zu „Kaiser Franz“ als Ikone des professionellen Fußballs hat sich viel bewegt. Doch bei dieser Artikelserie wird der Blick in die Zukunft gerichtet: was passiert mit dem Sport in den nächsten Jahren? Welche Auswirkungen hat der demografische Umbruch auf die Sportnachfrage? Wer wird wie wo Sport treiben? Wie werden die zugehörigen Sportanlagen aussehen? Wird sich das Ansehen des Sports in der Öffentlichkeit ändern? Die Prognose der Sportnachfrage wird dabei möglichst umfassend sein und auf den folgenden Ebenen betrachtet:

  • „freie“ Sportausübung daheim oder im öffentlichen Freiraum
  • Vereinssport
  • kommerzielles Sportangebot
  • professioneller Sport

Auf Grundlage diverser Trendanalysen in Verbindung mit einer gegenwärtig durchgeführten Delphi-Studie wird sich in den folgenden Artikeln ein Bild zusammensetzen, dass es Sportanbietern heute erlaubt, die Weichen für ihre Entwicklung so zu stellen, dass sie im bereits laufenden Wandlungsprozess zu den Gewinnern gehören.

Lesen Sie im nächsten Teil: Wie werden sich Nachfrage und Angebot im Sport entwickeln?

Kunststofflaufbahnen: fit für den Winter

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Montag Oktober 22, 2007

Viele Kurzstrecken- und Rundlaufbahnen mit Kunststoffoberfläche werden nur wenig gepflegt. Dabei kann mit vernünftigem Aufwand ein dauerhaft guter Zustand hergestellt werden. Damit schaffen Vereine ein attraktives Sportangebot, und das lockt neue Mitglieder.

Besonders jetzt im Herbst ist die Pflege der Kunststofflaufbahnen sinnvoll, denn herabfallende Blätter beginnen schnell zu verrotten und dann dringen feine organische Partikel in die Laufbahn ein. Diese bilden einerseits einen guten Nährgrund für Moose und Algen, andererseits verstopfen sie die Fläche und stören die Wasserdurchlässigkeit.

Für die optimale Pflege sollten Vereine in Eigenleistung zunächst die Bahn abfegen, die Wassereinläufe öffnen, Dreck und Laubreste entfernen. Sodann können Firmen mit Spezialgeräten und fast 300bar Wasserdruck die Poren des Kunststoffs ausspülen. Wer dies schon mal beobachtet hat, staunt regelmäßig, was für eine „Brühe“ aus so einer Laufbahn herauskommt. Die Kosten für diese Spezialreinigung belaufen sich je nach Anfahrt und Verschmutzungsgrad auf 1.800-2.500€. Wichtig ist, dass ein „C-Rohr“ Wasseranschluss zur Verfügung steht, da ansonsten teure Zeit damit verbraucht wird, das Spülfahrzeug mit Wasser zu betanken.

Sind die Arbeiten erledigt, so ist die Bahn auch im Winter gut zu Laufen, und die bevorstehende Saison bietet von Anfang an gute Trainings- und Wettkampfbedingungen.

Dokumentation „Kostenminderung und Ressourcenschutz im Sport“

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Donnerstag Oktober 11, 2007

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Landessportbund Hessen stellten kürzlich die Dokumentation für des Projekts „„Kostenminderung und Ressourcenschutz im Sport – Aufbau eines Netzwerkes nachhaltiger Sportstättenbau durch Beratung sowie Aus- und Fortbildung“ vor.

Das 26 Monate dauernde Projekt wurde durch den Landessportbund Hessen realisiert und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück gefördert.

Zielgerichtet wurden dabei die Bereiche Klimaschutz, CO2-Minderung, Ressourcenschutz, Kostenminderung durch Beratung, Steigerung der Energieeffizienz, Ausbildung, Schulung und Umsetzung in der Leistungsbilanz fokussiert. „Insgesamt haben wir 25 Berater zum Umwelt- und Klimaschutzberater im Sport ausgebildet und 33 Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote mit insgesamt 1.163 Seminarteilnehmer mit den Themenschwerpunkten Klima-, Ressourcenschutz und Kostenminderung im Sport durchgeführt“, bilanzierte Svea Rojahn. Dass der Sport auf dem richtigen Wege sei, bestätigte auch Andreas Klages. „Das Projekt des Landessportbundes Hessen ist erfolgreicher Bestandteil der Kooperation zwischen der DBU und dem DOSB, die sportbezogene Umweltprojekte der DOSB-Mitgliedsverbände finanziell fördert.

CDU Niedersachsen will Sportgesetz verabschieden

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag Oktober 5, 2007

Regierungsprogramm 2008-2013 greift sportpolitische Forderungen des LSB auf

Die CDU Niedersachsen greift in ihrem Regierungsprogramm 2008 – 2013 Zukunftsland Niedersachsen wesentliche sportpolitische Forderung des LandeSportBundes auf. Das Sportstättensanierungsprogramm soll über das Jahr 2011 hinaus verlängert werden. Bis dahin will die Partei insgesamt 25 Millionen Euro für diesen Bereich bereitstellen, weil „der Schul- und Vereinssport unsere besondere Unterstützung verdient“, heißt es im Kapitel Sport. Auch die LSB-Forderung nach einem Sportgesetz findet sich im Regierungsprogramm: „Um die Bedürfnisse der Sportlerinnen und Sportler auf eine gemeinsame gesetzliche Grundlage stellen zu können, werden wir ein Sportgesetz verabschieden. Es soll die Grundlagen für die Unterstützung und Förderung sportlicher Aktivitäten der Bevölkerung aller Alterstufen sein. W ir werden besondere Schwerpunkte auf die Gesundheitsförderung, die Persönlichkeitsbildung der Jugend und sie soziale Integration legen.“ Und schließlich spricht sich die CDU Niedersachsen für den Ausbau des Sportinternates im Zusammenwirken mit dem LSB aus. Das Präsidium des LSB zeigte sich in einer ersten Stellungnahme erfreut, dass wesentliche Forderung des LSB in das CDU Regierungsprogramm aufgenommen worden seien. LSB-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach hatte diese auch auf dem CDU-Sportkongress Anfang September in der Akademie des Sports vorgetragen.

Das Regierungsprogramm findet sich im Internet auf:

http://www.cdu-niedersachsen.de/themen/regierungsprogramm/Regierungsprogramm_2008-2013.pdf

Kolloquium „Freizeit- und Erlebniswelten“ am 25. September in Berlin

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag September 7, 2007

Freizeit ist Lebenszeit. Unsere Leistungsgesellschaft befindet sich im Wandel. Sport und Freizeit genießen einen hohen Stellenwert.

Beton Marketing Ost veranstaltet zu diesem Thema ein Kolloquium. Bei der Veranstaltung geht es um:

• Veränderungen des Sports in unserer Gesellschaft,
• moderne Freizeitanlagen im städtebaulichen Kontext,
• neue Projekte im Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche.

Ein Podiumsgespräch zum Abschluss des Kolloquiums mit Experten aus Jugendpolitik und Sport wird Anregungen für neue Freizeitobjekte geben. BetonMarketing Ost ruft weiterhin zu einem Ideenwettbewerb „JugendFreizeit in Berlin“ auf.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Weiter Infos gibt es bei http://www.beton.org/service/kalender.html?a=1796&cHash=a17fbb0f89.

Osnabrücker Baumpflegetage 2007: Themenkomplex Bäume und Klimaänderung

Blogged in Allgemeines,Baumwelt by Lüder Hoppe Mittwoch September 5, 2007

Gerade zurückgekehrt von den Baumpflegetagen in Osnabrück gibt es viel zu berichten. Der erste Tag stand vorwiegend im Zeichen des Klimawandels. Einleitend erläuterte Prof. Dr. Mojib Latif (Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR),Ozeanzirkulation und Klimadynamik, Universität Kiel) den aktuellen Stand der Klimaforschung.

Mittelung von Klimamodellen

Sachlich stellte er die Ergebnisse aktueller Modellrechnungen vor und erläuterte einige der Konsequenzen. Während in den Medien noch eine Diskussion über das „ob und warum“ geführt wird, herrscht innerhalb der wissenschaftlichen Welt zu dieser Frage Einigkeit: die Klimaänderung hat bereits begonnen, sie wird sich fortsetzen und ist allein in ihrer Stärke noch zu beeinflussen. Es wird in den kommenden Jahrzehnten:

  • längere Sommer mit langanhaltenden Trockenperioden geben (Verlängerung der maximalen Trockenperioden von 20 auf bis zu 30 Tage)
  • Niederschläge werden seltener, dafür jedoch sehr stark
  • Die Jahreszeit „Herbst“ wird sich drastisch verkürzen
  • Winter werden sehr mild, bis hin zur Frostfreiheit
  • Lokale Extremwetterereignisse (starke Gewitter, Tornados) werden zunehmen

Im Hinblick auf die Berichterstattung in den Medien sprach Prof. Dr. Latif klare Worte: Berichte, die eine Veränderung des Weltklimas Dementieren sind schlichtweg falsch: „Glauben Sie die nicht!.

Wer nun mit Blick auf die Heizkosten glaubt, er könne von der Klimaänderung auch profitieren, wurde im anschließenden Beitrag von Prof. Dr. Steffen Rust, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Göttingen schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. In seinem Vortrag „Der Einfluss des Klimawandels auf die Baumphysiologie – Konsequenzen für die Gehölzverwendung“ zeigte er mit einer logischen Argumentationskette, dass wir drastische Veränderungen in unserer Umwelt nicht vermeiden können. Bereits heute hat sich die Vegetationsperiode verlängert. Blühzeitpunkte verschieben sich, die Fruchtbildung verschiebt sich ebenfalls. Betrachtet man nur die einzelne Pflanze, so zeigen sich die Konsequenzen dieser Entwicklung nicht. Auf Ebene der Ökologie sind die Folgen jedoch schwerwiegend: die Anpassung der Lebensphasen von Pflanzen und Tieren an das sich verändernde Klima verläuft nicht synchron. Dadurch gerät das Miteinander der Pflanzen- und Tierwelt „aus dem Takt“. Parasiten haben keine Fressfeinde mehr, Blüten werden nur noch unzureichend bestäubt, Fortpflanzungssystem (auch in der Tierwelt) brechen zusammen. Begleitet wird dies noch durch das Einwandern neuer Arten von Süden nach Norden. Während die Artenvielfalt steigt, sinkt der „Wirkungsgrad“ der Natur.

Aus meiner persönlichen Sicht schlummert hier eine gewaltige Gefahr, die in ihrer Bedeutung für unsere Gesellschaft noch lange nicht erkannt ist.

Nachfolgend erläuterte Rust die bereits jetzt mit Sicherheit erkennbaren Folgen:

Folgen des Klimawandels

Dieser Themenkomplex wurde nun durch die Arbeiten des Prof. Dr. Rolf Kehr von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Göttingen ergänzt. Kehr referierte über das Thema „Milde Winter und trockene Sommer -vermehrtes Auftreten von Krankheiten und Schädlingen?“ Und auch von Göttinger Seite gab keine guten Nachrichten zu vermelden: Es gibt eine Vielzahl von Parasiten, die sich von der Klimaerwärmung in unseren Breiten einen neuen Lebensraum erwarten können. Die hier heimische Pflanzen- und Tierwelt hat für diese Parasiten noch keine Gegenstrategien entwickelt, und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass viele Bäume, die klimatisch bereits gestresst sind, so ein leichtes Fressen werden.

Zusammenfassend ist nach diesen drei Vorträgen eines klar: unsere Gesellschaft steht vor zwei Aufgaben von vitaler Bedeutung:

1. Reduzierung der Ursachen für die Klimaänderung und

2. Entwickeln von Strategien für die Minderung der Folgen der Klimaänderung.

Wenn diese Aufgaben nicht gelöst werden, bereiten wir nachfolgenden Generationen Probleme, neben denen der Ersatz von fossilen Brennstoffen durch nachwachsende Ressourcen geradezu lächerlich erscheint.

1000 Mini-Spielfelder (20x13m): Bewerbungszeitraum bis 31. Oktober 2007

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Sonntag September 2, 2007

Das Zeitfenster für die Beantragung des DFB Zuschusses ist derzeit weit geöffnet. Die Bewerbungen sind ausschließlich online beim DFB möglich: minispielfelder.dfb.de.

Grund zur Hektik gibt es derzeit nicht, denn die Reihenfolge des Eingangs spielt keine Rolle. Dennoch sollten sich Interessenten mit den Formularen auseinandersetzen, nicht alles dort ist selbsterklärend. Falls Unterstützung bezüglich der Vorarbeiten notwendig ist: der DFB empfiehlt die Zusammenarbeit mit einem Landschaftsarchitekten. Wir wäre es mit so einem: Sportplatz-Architekt

Sandfüllung im Kunstrasen: warum eigentlich?

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag August 31, 2007

Kunstrasen ohne SandverfüllungVor kurzem hatte ich die Ehre, die Trainingsanlage des 1. FC zu besuchen. Der Naturrasen war in einem spitzenmäßigen Zustand. Gleich nebenan war eine Kunstrasenanlage mit einem Greenfields Kunstrasensystem. Die Besonderheit daran war der Verzicht auf die Sandverfüllung. Im perfekt gepflegten Zustand ein prima Platz. Leider war an den neuralgischen Punkten das Granulat nicht nachgefüllt worden. Das bei solchen Fällen eine Sandverfüllung vorteilhaft wäre ist schnell behauptet, aber macht das wirklich einen Unterschied? Und überhaupt – welchen Sinn hat eigentlich die Sandverfüllung im Kunstrasenplatz?

  • ist sie für das Ballrollverhalten notwendig?
  • hat sie eine wichtige Funktion beim Kraftabbau?
  • beschwert die Sandverfüllung einfach nur den Rasen?
  • oder ist sie einfach nur günstiger als Kunststoffgranulat und wird als Füllstoff eingesetzt?

Ich bin gespannt welche Antworten die Zukunft bringt, ob sich die Sandverfüllung halten wird oder sich kurzflorige Kunstrasen mit Gummigranulat auf Dauer durchsetzen werden.

Pflanzen: niemals fliehen – immer kämpfen!

Blogged in Baumwelt by Lüder Hoppe Donnerstag Juli 19, 2007

Obwohl Pflanzen vor Fraßfeinden nicht fliehen können, sind sie ihnen längst nicht so hilflos ausgeliefert, wie allgemein angenommen. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie ist es gelungen, einge Mechanismen aufzuklären, die Pflanzen besitzen um sich vor ihren Feinden zu schützen. Wie sich Pflanzen gegen Fraßfeinde wehren, das untersuchen die Wissenschaftler unter anderem am wilden Tabak. Er bekämpft seine Feinde in der Regel mit Nikotin. Die Raupe des Tabakfalters aber kann die Blätter unbeschadet fressen, sie ist immun gegen das Gift. Deshalb produziert der Tabak das Gift erst gar nicht, wenn er von einer Falterraupe befallen wird. Die Tabakpflanze geht in diesem Fall noch weiter: Sie produziert einen Lockstoff, der Feinde des Tabakfalters anzieht. Die Wissenschaftler vermuten: Die Pflanze erkennt am Speichel des Angreifers, wer an ihr frisst. Andere Pflanzen können rein mechanisch unterscheiden, ob ein Hagelschauer ihre Blätter verletzt, oder ein Fraßfeind an ihnen nagt. Der Nachweis gelang mit dem Roboter MecWorm, der mit einem Metallbolzen Löcher in das Blatt schlägt und damit die Verletzung durch Raupenfraß nachahmt. Für die Entwicklung natürlicher Pflanzenschutzmittel könnte die Erforschung der pflanzeneigenen Abwehrstrategien von bahnbrechender Bedeutung sein.

Einen beeindruckenden Film zu diesem Thema stellt die Max Planck Gesellschaft auf ihrer Website zum Thema Pflanzenforschung bereit.

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