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zu Besuch bei der Landesgartenschau in Bad Essen

Blogged in Allgemeines by Lüder Hoppe Donnerstag September 23, 2010

Gartenschauen sind großartige Projekte: neben der langfristigen Verbesserung der lokalen Infrastruktur steht auch ein halbjäriger Event an, der für den austragenden Ort oftmals einen langfristigen Imagegewinn bedeutet. Und für uns Landschaftsarchitekten immer wieder ein willkommener Anlass, sich eine Tagestour zu leisten und zu schauen, was die Kollegen auf die Beine stellen.

Dies Jahr ging es nach Bad Essen, terminlich bedingt konnte ich nur den Bereich um das Schloss besichtigen. Selten lagen für mich Sonnen- und Schattenseiten einer Gartenschau so dicht beieinander. Auf der einen Seite war eine für mich bisher beispiellose Kommerzialisierung festzustellen, Buden und Läden an jeder Ecke – auf der anderen Seite aber auch echte Schmuckecken und hochfein gestaltete Details. Beim Publikum kommen solche Schauen gut an, immerhin war es schon am Vormittag so rappelvoll, dass nur der konsequente Ausbruch aus der planerisch vorgesehenen Besucherroute ein entspanntes Betrachten ermöglichte. Für mich als Architekten gab es einige schöne Details zu betrachten inklusive der Einsicht, dass die Privatgartengestaltung sich zu einer Kunstform entwickelt, die ohne Spezialisierung kaum noch zu packen sein wird. Das viele Bereiche aber auch für den „Massengeschmack“ errichtet wurden und mein Architektenherz weniger berührten, mögen mir meine Kollegen nachsehen.

So verbleibt der zwiespältige Eindruck zwischen kommerzieller, massentauglicher Schau auf der einen Seite, sowie inspirierenden Details auf der anderen Seite. Der Tag war OK.

Teilselbstportrait in Bad Essen, Landesgartenschau 2010

Teilselbstportrait in Bad Essen, Landesgartenschau 2010

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