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Fußball Kunstrasen: nach dem Sieg kaum noch eine Erwähnung wert

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Dienstag Oktober 13, 2009

Nachdem das Presseecho des WM Qualifikationsspiels gegen Russland nun verhallt ist, zeigt sich die Wahrheit meiner Prognose – siegt der Gast, dann spielt der Kunstrasen keine Rolle mehr. Einerseits freut es mich ja, dass die National-Elf sich nun so glatt für die WM qualifiziert hat – auf der anderen Seite hätte es aber vermutlich eine Fortsetzung der Debatte Kunstrasen vs. Naturrasen auf Profilevel gegeben.

Eigenartig ist das ja schon – im Amateurfußball hat sich längst herumgesprochen, dass es einfach Spaß macht auf Kunstrasen zu spielen. In vielen Sportarten wird das neueste „Material“ zu allererst bei den Profis eingesetzt. Fußball ist da irgendwie anders – die überlaufenen Vereine im Stadtrandbereich kratzen jeden müden Euro zusammen und kämpfen um Zuschüsse um sich einen Kunstrasen hinter das Vereinsheim zu setzen, der es endlich möglich macht, auch dann weiterzuspielen wenn der Naturrasen schon lange „runter“ ist. Und die Profis nörgeln. Aber auch bei denen wird es einen Generationswechsel geben, auch dort werden bald junge Spieler eingesetzt, die nicht mehr mit Vorurteilen im Kopf herumlaufen, sondern ganz realistisch Vor- und Nachteile des Kunstrasens abwägen.

Was sich in diesem Spiel weniger bewahrheitet hat, war die Förderung von technisch anspruchsvollem Spiel. Aber hier geht es nicht um einen grundsätzlich anderen Fußball, hier geht es um Nuancen in der Spielweise. Der Pass kommt auf Kunstrasen dort an, wo er hingespielt wurde, der Ball verspringt nicht durch Platzfehler. So kam auch das 1:0 durch einen gut einstudierten Spielzug zu Stande. Und das es darüberhinaus hart zur Sache ging, das oblag auch der Dynamik des Spiels, denn Fußball spielt nicht der (Kunst-)Rasen, sondern die Spieler.

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