Bisher habe ich es mir nicht gestattet, in diesem Blog über eigene Projekte zu berichten. Dieses Projekt ist aber außergewöhnlich genug, um darüber ein paar Zeilen zu schreiben: einer Anfrage aus der Mongolei aus dem letzten Jahr hatte ich zunächst keine große Bedeutung zugemessen, zo oft waren vergleichbare E-Mails aus Nigeria, Indonesien oder auch aus der Schweiz schnell im Sande verlaufen, oder liefen auf extrem einseitige Bedingungen hinaus. Anders der Kontakt aus der Mongolei: hier sollte ein bestehender Fußballplatz in eine multifunktionale Sportanlage umgebaut werden.
Langer Rede kurzer Sinn: die Vorgespräche entwickelten sich prächtig und ich sitze hier nun mit 6 Stunden Zeitumstellung im Nacken und resümmiere die Ereignisse der letzten 5 Tage:
per Luftstrecke gemessen über 13.000km Wegstrecke zurückgelegt
großartige Menschen kennengelernt
mongolisches Klima erlebt
einen winzigen Blick in eine Kultur geworfen, die einerseits sehr fremd ist, dann aber auch wieder sehr vertraut wirkt
Wovon soll ich aber nun berichten: von dem wenigen Straßenleben, welches ich bei zwei Spaziergängen erleben durfte, mit seinen fremdartigen Düften und Geräuschen? Oder von den äußerlich heruntergekommenen Geschäften, die von innen betrachtet dann viel schöner waren, mit ihren exotischen Waren, die dann aber auch unterbrochen wurden von Nudeln der Marke “Gut und Günstig”? Oder von der seltsam anmutenden Ballung von Handy-Läden und Karaoke-Räumen? Ich lasse das alles ersteinmal links liegen und zeige ein Bild vom bestehenden Sportplatz:

Der besteht tatsächlich aus eine lückigen Betonfläche ohne jede Dehnungsfuge, hat dafür eine Rollkiesauflage mit scharfkantigen Splitanteilen und einigen Stolperkanten an den unvermeidlichen Spannungsrissen der Betonfläche. Großes Kopfschütteln meinerseits, große Unzufriedenheit von Seiten der Auftraggeber über den bestehenden Platz andererseits. Handlungsbedarf ist also akut vorhanden – der Wille dem zu entsprechen auch.
Und nun geht es mit Tempo voran: Vorentwürfe sind vor Ort fertiggestellt worden und werden nun ausgearbeitet, das LV folgt.
Auch wenn es für eine Resümmé viel zu früh ist: das Arbeiten im Ausland ist eine tolle Erfahrung, hoffentlich läuft das Projekt so gut weiter wie es angefangen hat!