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Tag 2 der BDLA Bauleitergespräche

Blogged in Allgemeines by Lüder Hoppe Donnerstag Januar 29, 2009

Trotz langer Gespräche am vorherigen Abend fanden sich fast alle Seminarteilnehmer pünktlich zum ersten Vortrag ein: Nikolas Varchim von den Richter Spielgeräten referierte aus Sicht eines Spielgeräteherstellers über die Einhaltung von Sicherheit und Qualität bei Spielanlagen. Er empfahl unter anderem, den Aufbau komplexer Spielgeräte nicht unbedingt Firmen zu überlassen, die damit wenig Erfahrung haben, um den korrekten und sicheren Aufbau zu gewährleisten. Weitere Sponsoren der Veranstaltung waren die Firmen „Egner Pflastersteine“ sowie die Göttinger Softwareschmiede „Dataflor“. Beide hielten sich mit ihrer Präsentation sehr zurück, was bei Landschaftsarchitekten gut ankommt. Zu Egner kann ich wenig sagen, aber der Firma Dataflor wünsche ich, dass sie hier einen Schritt gemacht hat, um das Image der „Gärtnersoftware“ abzuschütteln, denn dies ist ein schwer haltbares Vorurteil.
Für ein Bauleiterseminar eher ungewöhnlich war der Vortrag von Dietmar Narr über die Umweltbaubegleitung in der Praxis. Dieses Thema ist im Prinzip besser bei den Landschaftsplanern aufgehoben. Wichtig aber auf jeden Fall, diese Aufgabe als Bauleiter nicht zu übernehmen, da es zu massiven Konflikten zwischen den Aufgaben des Umweltbaubegleiters und dem Bauleiter kommen kann, die sich bei Personalunion auch zu unüberschaubaren Haftungsrisiken steigern können.

Berthold Stückle berichtete von Inhalten und Problemen bei der Realisierung der BUGA Koblenz 2011. Sein Vortrag war voller Anmerkungen und Hinweisen wie Konflikte bei der Bauleitung entstehen, aber auch gemeistert werden. Highlight war die funktionale Ausschreibung  einer hochmodernen Drahtseilbahn auf einer einzigen A4 Seite, welche nicht einmal eng beschrieben war. Respekt.

Die Abschlussdiskussion war erstaunlich kurz. Eigentlich hatte ich erwartet, dass es im Rahmen der Konjunkturkrisenbewältigung richtig krachen würde. Tat es aber nicht.

Die alljährliche Exkursion stand dieses Mal unter einem schlechten Stern: verharrschter Schnee verhinderte den freien Blick auf das Ausstellungsstück, so dass zunächst mit Bild und Plan vorgestellt wurde. Der anschließende Gang über das Objekt war dann auch leider nicht so interessant, wie er hätte sein können. Schade für Jens Henningsen, der seine beeindruckende Arbeit nur unvollständig darstellen konnte.
Alles in Allem waren die Bauleitertage extrem informativ, horizonterweiternd, fast immer spannend und erneut mit großem Wiederholungsfaktor ausgestattet.

Bericht: Tag 1 der BDLA Bauleitergespräche

Blogged in Allgemeines by Lüder Hoppe Donnerstag Januar 22, 2009

Die diesjährigen Bauleitergespräche waren eine vielfältige und höchst informative Veranstaltung. Der thematische Schwerpunkt lag in diesem Jahr bei der Gehölzverwendung.

Ludwig Schegk führte gewohnt souverän und zurückhaltend durch das Programm. In anderen Veranstaltungen habe ich es schon erlebt, dass dominante Moderatoren durch maßlose Co-Referate sich selbst in der Vordergrund schieben und jede Diskussion im Keim ersticken. Schegk ist besser: er versteht es, mit wenigen Worten Verbindungen herzustellen, die eine konstruktive Diskussion entstehen lassen, über die er aber nie die Kontrolle verliert.

Das erste Referat wurde von Prof. Gert Bischoff (FH Erfurt) gehalten. Er sprach sich dafür aus, dass die BDLA Landschaftsarchitekten sich vermehrt zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen entwickeln. Ausbildungswege und Bestellungsverfahren erörterte er genauso, wie er einen Einblick in den beruflichen Alltag gab. Schuldig blieb er dem Publikum, dass die Tätigkeit als „ÖBV“ einer Vielzahl von Regularien unterliegt, die zu nicht unerheblichen Papierbewegungen führen.
Im Anschluss zauberte D. Pfrommer (als Ersatzreferent für die alljährliche juristische Keule) den rhetorischen Highlight des Seminars ans Rednerpult. Die vielfältigen Inhalte des BDLA Landesvorsitzenden in einem Satz zusammenzufassen wäre mehr als gewagt, von besonderer Wichtigkeit war jedoch sein Hinweis auf die Notwendigkeit von Überflutungsnachweisen bei Flächen die größer sind als 800m².

Kollegiale Gespräche sind ja ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung. So kam es in diesem Jahr dazu, dass ich nach einigen Telefongesprächen und gegenseitigen Erwähnungen im Netz nun Frank Pachura vom Blumenpod leibhaftig gegenüberstehen durfte. Frank ist live mindestens genauso sympathisch wie er in seinem Podcast rüberkommt. Schade dass wir in Potsdam nur wenig Zeit hatten uns auszutauschen. Ich freue mich aber jetzt schon auf die verabredeten gemeinsamen Aktivitäten.
Großbaumverpflanzungen, Überprüfung gelieferter Pflanzen auf die Einhaltung der Qualitätsstandards, aber auch der im Rahmen des Klimawandels dramatisch ansteigende Schädlingsbefall wurden von den weiteren Referenten sehr informativ vorgetragen. Die Bestrebungen von Seiten der FLL, einen speziellen Sachverständigen für die Sicherung der Qualität gelieferter Baumschulwaren zu etablieren wurden dabei mit gemischten Gefühlen entgegengenommen. Letztlich gehört die Überprüfung der gelieferten Pflanzqualitäten zur Kernkompetenz des Landschaftsarchitekten. Diese Einzelleistung zu externalisieren, würde weitere Biss-Stellen im ohnehin schon schmalen Tortenstück der LAs hinterlassen. Richtiger wäre es, die Kompetenz der Landschaftsarchitekten zu steigern, die aus Sicht der FLL diesem Teil ihres sicherlich sehr breiten Arbeitsfeldes noch nicht die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die notwendig wäre.

Wie gewohnt beschloss Ludwig Schegk den ersten Tag der Bauleitergespräche  mit seinen Neuigkeiten aus der Welt der Regelwerke – wenngleich selten wirklich spannend, so ist dies immer wieder einer der Vorträge die für das aktuelle Tageswerk von größter Bedeutung sind. Aufpassen lohnte sich hier ganz besonders.
Der Tag klang dann bei feistem Essen in kollegialer Runde aus. Fein war es, dass der Weg zum Restaurant erneut durch den Park Sanssouci führte, diesmal mit vereistem Schnee und stiller nächtlicher Romantik sowie einem Parkwächter, der unserer Gruppe extra nochmal ein Tor öffnete. Komisch nur dass er nicht gemeckert hat, der war bestimmt nicht aus der Region.

Vögel bringen Baum ins Wanken – unerwartete Belastung

Blogged in Baumwelt,Sportplatzbau by Lüder Hoppe Montag Januar 19, 2009

Wenn Scott Fraser es nicht so toll gefilmt und zusammengeschnitten hätte – ich würde es nicht glauben. Eine Unmenge von Staren fällt in eine Rotzeder ein und bringt diese bis an die Belastungsgrenze. Wenn es doch nur möglich wäre, so einen Schwarm zu domestizieren – einen effektiveren Test auf Bruchfestigkeit von Ästen wird es so schnell nicht geben.

Und hier der Link: http://fraser.blogs.com/pcl/2006/01/the_birds.html 

Übrigens: 4 Starenkästen je Großspielfeld verhindern Regenwurm und Schnakenepedemien und senken die Unterhaltungskosten eines Sportplatzes durch die gleichmäßige Deziemierung von Schädlingen.

EU-Leitlinien für körperliche Aktivität verabschiedet

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Donnerstag Januar 15, 2009

Beim ersten Europäischen Sport-Forum Ende 2008 wurden EU-Leitlinien für körperliche Aktivität’ präsentiert. In dem Papier werden politische Maßnahmen empfohlen, um die gesundheitsfördernde körperliche Betätigung aller Bevölkerungsgruppen zu fördern.
In Übereinstimmung mit den Leitdokumenten der Weltgesundheitsorganisation empfehlen die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten mindestens 60 Minuten körperlicher Betätigung mäßiger Intensität pro Tag für Kinder und Jugendliche und mindestens 30 Minuten körperlicher Betätigung mäßiger Intensität pro Tag für Erwachsene, einschließlich der Senioren. Für die Umsetzung von Leitlinien zu Sport und körperlicher Aktivität zuständige Stellen sollen Vereinbarungen zwischen zentralen, regionalen und lokalen Regierungsebenen nutzen, um Sport und körperliche Aktivität zu fördern. Solche Vereinbarungen können gegebenenfalls auch spezielle Belohnungsmechanismen beinhalten.

Eine Vernetzung zwischen den Strategien zur Förderung von Sport und körperlicher Aktivität sollte unterstützt werden. Die Regierungen sollen Initiativen starten, um die öffentliche und private Finanzierung körperlicher Aktivität zu koordinieren und zu fördern und den Zugang für die gesamte Bevölkerung zu erleichtern. Im Falle öffentlicher (nationaler, regionaler, lokaler) Unterstützung des Sports mit staatlichen Mitteln ist besonderes Augenmerk auf Projekte und Organisationen zu legen, die einer möglichst großen Zahl von Menschen körperliche Betätigung ermöglichen, und zwar unabhängig von ihrem Leistungsstand („Breitensport”, Freizeitsport). Das vollständige Dokument steht als pdf-Datei auf der LSB Niedersachsen-Homepage www.lsb-niedersachsen.de in der Rubrik LSB-Sportpolitik/Sportpolitik.

2 Jahre HoppeBlog

Blogged in Allgemeines by Lüder Hoppe Montag Januar 12, 2009

Lüder HoppeZum Jahresbeginn kann ich nun auf zweijährige Tätigkeit als Blogger zurückschauen. 75 Artikel habe ich in der Zeit verfasst, sicherlich weniger als vorgenommen, dennoch erheblich mehr als in meiner Branche üblich. Positive Erwähnungen gab es beim BDLA, auf diversen verwandten Blogs, und auch die „Garten und Landschaft“ hat über meine Website und das Blog berichtet. Ein Highlight an Feedback war sicherlich die Darstellung meines Blogs bei der DGGL.

Was jedoch nicht ganz so gut funktioniert, ist die Verknüpfung zwischen Blog und der statischen Website – soweit ich der statistischen Auswertung trauen kann, hält sich der eine Teil der Besucher im Blog auf, der anderen auf der statischen Website – Grenzgänger sind selten. Dabei sind es gerade die umfangreichen und ausführlichen Infos auf der statischen Website, die für Sportvereine und Gemeinden von besonderem Interesse sind. Daher mache ich an dieser Stelle berechtigte Werbung für mich selber und empfehle den Besuch von www.buero-hoppe.de.

Konjunkturprogramme: Sportstättenbau ist wirkungsvolle Förderung!

Blogged in Allgemeines,Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag Januar 9, 2009

Natürlich klingt diese Aussage aus dem Mund eines Sportstättenarchitekten nicht sonderlich gewichtig. Schwerwiegend sind aber die Argumente, die für eine Förderung des Sportstättenbaus sprechen:

  • Der Bau der Sportstätten wird fast immer durch regional tätige Firmen durchgeführt.
  • Diese Firmen beschäftigen auch ungelernte Kräft und bilden diese weiter.
  • Die notwendigen Rohstoffe (Erden, Düngemittel, Sande, Bewässerungstechnik, Kunststoffe) werden ebenfalls auf lokaler bis nationaler Ebene produziert.
  • Die Baumaßnahme verbessert die Infrastruktur und hebt den Wohnwert der jeweiligen Ortschaften.
  • Der verbesserte Wohnwert stabilisiert die Immobilienpreise.
  • Sport hält Gesund und senkt die Kosten für das Gesundheitswesen.

Im Rahmen der stetigen Sportstättenbauförderung hat zum Beispiel der Landessportbund Niedersachsen für das Jahr 2009 die Summe von 5,5 Mio € bewilligt. Beantragt waren 8,8 Mio €. Dem ist hinzuzufügen, dass diese Antragssumme bereits durch die Kreissportbünde vorgefiltert ist, der tatsächliche Förderbedarf dürfte um ein Vielfaches höher liegen. In Anbetracht der Summen die gegenwärtig auf Bundesebene genannt werden, handelt es sich nach wie vor um die berüchtigten „Peanuts“. Doch für den Sport wären diese Peanuts sehr nahrhaft. Noch nahrhafter ist der Sportstättenbau aber für Infrastruktur und die regionale Wirtschaftskraft.

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