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Top 10 Pflegetipps für Kunstrasen

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Montag Oktober 20, 2008

„Top 10 Überschriften“ sind für Artikel in Blogs bestens geeignet, versprechen sie dem Leser doch eine überschaubare und vergnügliche Lektüre. Mit diesem Vorsatz wollte ich Pflegetipps geben, aber nach einigen Momenten des Nachdenkens reduzierte ich mein Vorhaben auf eine Top 5 Liste, da beim Kunstrasen einfach nicht so viel zu pflegen ist. Die Fünf habe ich aber auch nicht voll bekommen. Hier also die Top 3 Pflegetipps für Kunstrasen:
1. Laub abblasen

Das Laub auf dem Platz zu belassen führt zu verschiedenen Problemen wie Moosbewuchs, Grasbewuchs, schlechte Wasserdurchlässigkeit. Auch wenn dieser Arbeitsgang nicht viel Freude bereitet – es ist erheblich einfacher das Laub vom Platz fern zu halten, als später die Folgeprobleme zu bekämpfen.

2. Granulat auffüllen

Jeder Platzwart kennt die Problemzonen im Rasenspielfeld: Torraum, Elfmeterpunkt, Bogen am 16er, Mittelkreis – zertretene Rasenflächen und blanker Boden zeigen an, wo die Belastung des Platzes sich konzentriert. Diese Bereiche sollten beim Kunstrasenplatz auf die Stärke des Granulats kontrolliert werden, bestimmt muss mal wieder etwas nachgefüllt werden.

'abgespielter' Naturrasenplatz

Abb.: Naturrasenplatz im Pflegenotstand

3. Kontrollgang

Wenn die letzte Herbstsonne auf den Platz scheint, ist dieser noch „flexibel“ genug, um ihn an den Rändern kurz anzuheben und den Spalt zwischen Kunstrasen und dessen Einfassung zu reinigen. Nebenher noch ein Blick auf die Linierung, hier sind kleine Fehler schnell ausgebessert. Um den Kontrollgang abzuschließen ist auch ein Blick in die Kontrollschächte der Drainage nicht verkehrt, denn die wurden ja extra für diesen Zweck angelegt.

Kommentare

  1. Laub abblasen Wau… ich wusste ja gar nicht das ein Kunstrasen so Pflege aufwendig ist. Man stellt sich als Laie vor wie das Wort ja schon sagt Kunst, da bedarf es keiner sonderlichen Pflege. Pustekuchen… wie man an deinem Bericht gut ersehen kann. Vor allen Dingen der das pflegen muss der kann sich freuen und muss ständig am Ball bleiben sonst wird es nichts mit einem schönen Rasen!

    Trackback by Melly 24. Oktober 2008 10:00

  2. Hallo Melly,
    im Vergleich zur Pflege eines Naturrasens ist das Laub-Abblasen eine überschaubare Arbeit. Der „Plastikrasen“ muss dafür nicht gemäht werden, braucht keinen Dünger, wird bei Trockenheit nicht braun und ganz wichtig: die Linierung muss nicht immer mit Kreide hergestellt werden, sondern ist „für ewig“.

    Zu den genannten Pflegearbeiten kommt ansonsten nur das Angleichen des Granulats (wird wie ein Tennisplatz mit einem Schleppnetz abgezogen) sowie alle 2-5 Jahre noch eine „Grundreinigung“. Alles in allem weniger als die Hälfte des Aufwands im Vergleich zum Naturrasen.

    Und ja: ganz ohne Pflege geht es nicht, denn Kunst kommt von Können, und das ist immer mit Arbeit verbunden.

    Trackback by Lüder Hoppe 24. Oktober 2008 11:43

  3. Und ich hätte immer gedacht, dass man sich um den Kunstrasen beinahe gar nicht mehr kümmern muss, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass echter, natürlicher Rasen auf dem anständig gespielt werden kann einfach zu keinem Vergleich zum Kunstrasen steht.

    Trackback by Patrick 31. Oktober 2008 15:08

  4. Finde auf einem gut gepflegten Kunstrasenplatz spielt es sich ebenso gut wie auf einem Echtrasenplatz. Vorausgesetzt natürlich er sieht nicht so aus wie der auf dem Foto 🙂

    Trackback by Toby 20. Dezember 2008 02:49

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