Eine gewöhnliche Fichte (Picea abies) mit dem sagenhaften Alter von 9550 Jahren wurde in Schweden an einem Standort in 910m Höhe (NN) gefunden. Während der eigentliche Stamm des Nadelbaumes nur eine Lebensspanne von 600 Jahren hat, ließ sich das Wurzelsystem mit der Radiocarbon-Methode auf das besagte Alter bestimmen. Dieser Baum lebt also seit dem Ende der letzten Eiszeit an diesem Ort. National Geographic zeigt auf der Website auch ein Foto der eher unscheinbaren Konifere.
Wenngleich die Altersbestimmung über Isotope nicht das genaue Jahr der ersten Keimung errechnen lässt, so ist dennoch sicher, dass der Baum bereits 7942 v. Chr. einen tüchtigen Stoffwechsel hatte. Zu dieser Zeit betrieben Menschen in Mitteleuropa noch keinen Ackerbau, vermutlich zogen sie dem zurückweichenden Eis der letzten Eiszeit nach. Die Fichte hat also bereits das Ende der Altsteinzeit miterlebt.
Während bisher das Alter von Bäumen anhand der Jahresringe bestimmt wurde, kann mit Hilfe der Isotopenbestimmung auch das Alter der Wurzel festgestellt werden, die eben immer wieder neue Haupttriebe produzieren kann. Forscher gehen davon aus, dass auf den tasamanischen Inseln Pflanzen gefunden werden können, die älter als 10.000 Jahre sind.