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EU-Förderung im Sportplatzbau: Brandenburg übernimmt Vorreiterrolle

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Montag Dezember 3, 2007

Brandenburgs Landessportbund-Präsident Hans-Dietrich Fiebig und der Agrarminister des Landes, Dr. Dietmar Woidke, haben am 21. November in Potsdam eine Vereinbarung über die Sportstättenförderung in ländlichen Gemeinden unterzeichnet.

Unter dem Namen „Goldener Plan Brandenburg“ sollen jährlich bis zu 2 Mio. Euro in die Sportstättenförderung fließen und so helfen, die Vereins- und Jugendarbeit in den Dörfern auf eine solidere Grundlage zu stellen. Der Name ist eine Anleihe an das 2009 auslaufende Bundesprogramm „Goldener Plan Ost“ . An der Förderung der mit dem Landessportbund abgestimmten Vorhaben wird sich das Agrar- und Umweltministerium bis zu einem Anteil von 66 Prozent beteiligen. Ermöglicht wird diese Förderung auf der Grundlage des EU-Fonds zur Entwicklung der ländlichen Räume (ELER).

Das Agrar- und Umweltministerium Brandenburg wird in den kommenden Jahren Vorhaben des Landessportbunds mit Fördermitteln der integrierten ländlichen Entwicklung und LEADER unterstützen. LEADER wendet sich an Aktionsgruppen von Vereinen und Bürgern auf dem Lande, die dazu beitragen, die regional erkannten Stärken zu stärken.

Gerade in Zeiten knapper werdender öffentlicher Mittel können mit einer Kombination der Finanzierungsmöglichkeiten Vorhaben zur Entwicklung der besonders benachteiligten ländlichen Regionen in Brandenburg umgesetzt werden.

Das Ministerium sieht in der Sportstättenförderung ein Mittel, um der Abwanderung junger und qualifizierter Menschen etwas entgegenzusetzen. Attraktive Sport- und Freizeitangebote sind neben Arbeitsplätzen Faktoren, die das Landleben lebenswert machen. Häufig gehen von den Sportvereinen Initiativen für die Ortsentwicklung aus, werden Feste gefeiert, Traditionen gepflegt. Weil der Sport junge Leute an sich bindet, kommt ihm bei der Vermittlung von Werten und Einstellungen besondere Bedeutung zu, gerade auch in der Auseinandersetzung mit rechtsradikalen Kräften. Dem Sport dagegen mangelt es im ländlichen Raum an bedarfsgerechter Infrastruktur, und dem Landessportbund stehen nicht genügend Mittel zur Verfügung, um die Sportstätten zu erhalten oder auszubauen.

amit ist erstmals in Deutschland erreicht, was andere Länder der europäischen Union schon lange praktizieren – die sinnvolle Verwendung von EU-Mitteln für den Sportplatzbau. Es bleibt zu hoffen, dass andere Bundesländer nachziehen und erkennen, dass die Förderung des Sportstättenbaus eine effiziente Strukturförderung darstellt.

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