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Finnenbahn / Finnbahn: ungetrübter Laufspaß auf Holzhäckseln?

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Donnerstag März 29, 2007

Auf der Suche nach zukunftssicheren Sportanlagen im demografischen Umbruch ist es sehr sinnvoll, auch vermeintlich alte Ideen neu zu prüfen. Und wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, dann ging es damals um Trimm-Dich und Waldlauf.
Mit Waldlaufbahnen assoziiere ich sofort die sogenannten „Finnenbahnen, bzw. Finnbahnen“, einem Laufbahnaufbau mit Rindenmulch Oberfläche. Für geübte Läufer eine angenehme Sache, allerdings sollte man dort nicht mit gedämpften High-Tech Laufschuhen trainieren, da die Kraft sonst in den ganzen Dämpfungssystemen steckenbleibt. Es gibt auch Läufer, die diese Bahnen als gelenkbelastend empfinden, da der Bodenkontakt sehr lang ist. Mit guter Lauftechnik ist die Sache allerdings prima zu laufen, wenngleich einem der Kilometer oft länger vorkommt als auf Asphalt (im Selbstversuch erfahren).

Finnbahnen lassen sich auf der einen Seite gut vermarkten, auf der anderen Seite werden Sie von den Läufern nicht so begeistert angenommen wie man es erwarten könnte. Ich betrachte sie als sinnvolle Ergänzung zum herkömmlichen Leichtathletikangebot mit 400m Laufbahn und Rundwegen aus Asphalt / wassergebundener Wegedecke.

Beim anhaltenden Wellnessboom ist jedoch davon auszugehen, dass der federnde Bodenbelag stetig neue Anhänger finden wird. Daher meine Einschätzung: Finnbahnen werden weiterhin gebaut.

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