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Kleinspielfelder: geringe Kosten, hoher Nutzen

Blogged in Sportplatzbau by Lüder Hoppe Freitag Februar 16, 2007

Vor zwei Wochen habe ich Kleinspielfelder in die „Top-Trends“ des Sportplatzbaus aufgenommen. Ich wurde mehrfach darauf angesprochen und stelle hier dar, warum ich den Kleinspielfeldern eine große Zukunft gebe:

Im Zuge des gegenwärtigen gesellschaftlichen Wandels kommt es auf vielen Ebenen zu einer Neubewertung des Sports. Eltern legen größeren Wert auf sportliche Aktivitäten ihrer Kinder. Das ist gut so, neben der Verbesserung der allgemeinen Physis vermittelt Sport hohe soziale Kompetenzen:

  • Teamgeist
  • Verlieren lernen
  • Gewinnen lernen
  • Verantwortung übernehmen,

sind hier nur einige Stichworte.

Gleichzeitig erleben wir eine steigende Beschleunigung des Alltags. Moden und Trends wechseln immer schneller, Wertmaßstäbe werden immer häufiger in Frage gestellt. Die Sportwissenschaften fordern als Antwort auf die immer schneller wechselnden Anforderungen an die Sportstätten „multifunktionale Spielflächen“, am besten mit Aufforderungscharakter und für alle Generationen gleichermaßen geeignet.

Klar, alles auf einmal ist nicht zu verwirklichen, aber der schnöde Bolzplatz ist bei den Kids nicht mehr so gefragt wie vor 30 Jahren. Ein modernes Kleinspielfeld kann problemlos Fußball, Basketball Freestyle-Inliner und Streethockey ermöglichen und über den Tag verteilt mehrere Altersgruppen „bedienen“. Der Sport wird so:

  • individuell
  • flexibel
  • ist in kleinen Gruppen möglich und
  • mit selbstbestimmten Leistungsdruck.

All dies sind Eigenschaften im Freizeitverhalten, die in den letzten Jahren zunehmend nachgefragt werden, Bild: www.europasport.de/Gründe für eine Trendumkehr sind derzeit nicht zu erkennen.

Sportvereine könnten solche Kleinspielfelder in ihr Angebot integrieren und so den Trendsport wieder in den Verein holen.

Einziger Nachteil ist die Attraktivität solcher Anlagen, die zur intensiven Nutzung führt und so Konflikte mit der Nachbarschaft auslöst. Hier sollte bereits im Vorfeld des Baus ein erfahrener Planer eingeschaltet werden, um das Konfliktpotential so niedrig wie möglich zu halten.

Je nach Größe und Ausstattung sind moderne Kleinspielfelder in einem Kostenrahmen zwischen 45.000€ und 100.000€ zu bauen. Wichtig ist dabei, von Anfang an auf mögliche Änderungen vorbereitet zu sein. Als Basis sollte eine Asphaltdecke erstellt werden. Diese ist in ihrem Einsatz am flexibelsten. Sollten sich die Anforderungen mit der Zeit spezialisieren, dann kann auf dieser Grundlage immer noch ein Kunststoffeld, oder auch ein Kunstrasen aufgebaut werden. Im Schulsport ist auch die Kombination mit einer Sprunggrube möglich, welche natürlich auch als Beach-Sport Feld angelegt werden kann. Vielfalt und Anpassung sind auch in der Natur die beste Grundlage, um dem Wandel zu begegnen.

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